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Zusammenfassung der Diskussion

  • Arno Esch
Part of the Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften book series (VG, volume 241)

Zusammenfassung

Auf die Fragen von Herrn Mehl, ob der These zuzustimmen sei, daß der moderne Dichter gegenüber seinem Publikum keine bestimmte Pose mehr einnehme, weder die des Erziehers noch die des Sehers, und zum anderen, wer die tatsächlichen Leser dieser Lyrik seien, antwortet Herr Esch, daß die Ablehnung der Rolle des Erziehers oder Sehers weithin zutreffe, vor allem für die ‘Movement Poets’. Man fühle sich nicht mehr im Besitz der Wahrheit und ermangle des für die Rolle des Erziehers oder vates notwendigen Selbstvertrauens. Dagegen lasse sich bei Gunn und seiner Verherrlichung der ‘toughness’ durchaus von einer „Pose“ sprechen, und Hughes fühle sich zweifellos in der Rolle eines Sehers (oder vielleicht sage man bei ihm besser eines Schamanen). Hughes hat eine Vision, die an die Stelle der nach seiner Meinung überholten Weltanschauungen, vor allem der christlichen, treten muß. Die andere Frage nach dem Publikum dieser Lyrik ist kaum zuverlässig zu beantworten. Mit den Verkaufsziffern der Verlage ist die Zahl der wirklichen Leser natürlich nicht identisch (aber das Gleiche gilt auch für einen Roman wie den Ulysses von James Joyce). Lyrik wird wohl immer ein begrenzteres Publikum haben als der Roman, aber das Interesse für Lyrik ist gegenwärtig in England offenbar größer als in Deutschland. Es gibt in England eine ganze Reihe kleinerer ‘Toetry Magazines’, und es ist ebenfalls bemerkenswert, daß die Serie der Penguin Modern Poets ein weites Publikum erreichte.

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© Westdeutscher Verlag GmbH Opladen 1980

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  • Arno Esch

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