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Zur Systematik der Iatromagie

  • Karl Ed. Rothschuh
Part of the Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften book series (VG, volume 225)

Zusammenfassung

Zur Geschichte der Magie und der Iatromagie steht eine große Zahl guter Sammelwerke und Vorarbeiten zur Verfügung. Darüber zu berichten, soll hier gar nicht versucht werden. Vielmehr geht es in dieser Darstellung hier gleichzeitig um drei Aspekte der Iatromagie. Erstens möchte ich den Versuch machen, die Hauptformen magischen Heilhandelns in ein überschaubares System zu bringen und sie nach gewissen Leitmotiven zu ordnen18. Zweitens soll die ungebrochene Kontinuität magischer Heilverfahren über ca. 2000 Jahre abendländischer Geschichte bis in die heutige Volksmedizin an ausgewählten Beispielen aufgezeigt werden, und drittens soll gezeigt werden, daß der Glaube an die Heilkräfte des Magischen die Nachdenklichen unter den Ärzten immer wieder zu Versuchen einer Rationalisierung, ja auch zu einer natürlichen Erklärung veranlaßt hat.

Literatur

  1. 17.
    „Magia inventrix“, s. bei Paracelsus. Labyrinthus-Med. (10 Kap.) — Wecker (1582/ 731/33) sagt: „Naturalem Magiam non aliud putant quam naturalium scientiarum summam potestatem activa portio scientiae naturalis.“ Wecker zitiert auffallend oft Albertus Magnus.Google Scholar
  2. 18.
    Vorarbeiten zu einer solchen Ordnung bestimmter magischer Brauchformen und entsprechenden terminologischen Charakterisierungen findet man u. a. bei A. Wuttke (1900), G. Jungbauer (1934) u. a.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH Opladen 1978

Authors and Affiliations

  • Karl Ed. Rothschuh

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