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Die Grundsätze der Energiefreisetzung unter körperlicher Belastung

Zusammenfassung

Um die Effekte des körperlichen Trainings auf die Serumfettwerte — besonders auch auf die erhöhten Serumfettwerte — zu verstehen und den Patienten adäquat beraten zu können, ist es erforderlich, sich über die Grundzüge der Energiebereitstellung unter körperlicher Aktivität klar zu werden. Wir alle haben zum Physikum gelernt, daß die Fette sehr potente Energieträger darstellen. Ein Gramm Fett beinhaltet 9,2 kcal (37 kJ), ein Gramm Kohlenhydrate dagegen nur 4,2 kcal (17 kJ). Die Kohlenhydrate sind im Körper nur in beschränkter Menge als Glykogen in der Muskulatur (ca. 300 g) und in der Leber (ca. 100 g) gespeichert, also ein Energievorrat von ca. 1 500–1 600 kcal. Da pro Minute Joggen etwa 10 kcal benötigtwerden, würde dies unter der niemals realisierten Möglichkeit des Verbrauchs aller Kohlenhydrate eine maximale Laufzeit von ca. 2½ Stunden bedeuten. De facto kann man mit seinen Kohlenhydraten allein höchstens 1–1½ Stunden laufen. Übergewichtige weisen dagegen einen prozentualen Körperfettanteil von 20–30%, also 20–30 kg Fettspeicher auf. 20 kg Fett bedeuten 180 000 kcal. Hiermit müßte man ununterbrochen 300 Stunden oder ca. 3 000 km laufen können! Wie kommt es dann, daß die Sieger im Marathonlauf alle schlank sind und der übergewichtige Patient im Extremfall kaum einen Spaziergang von 5 km ohne Atemnot absolvieren kann?

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • R. Rost

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