Vom simplen Jahresabschluß zur anspruchsvollen Kapitalflußrechnung

  • Sebastian Hakelmacher

Zusammenfassung

Jahrelange Verwicklungen konnten nicht verhindern, daß der Jahresabschluß, bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, nicht nur dem Wirtschaftsprüfer, sondern auch einem zunehmenden Kreis interessierter Juristen und anderer Laien in groben Zügen verständlich erscheint. Den „aristokratischen Berufsanforderungen“1 an den Wirtschaftsprüfer konnte daher der simple Jahresabschluß auf die Dauer nicht genügen. In kühner Konsequenz wurde die Kapitalflußrechnung als eindrucksvolle Ergänzung des Jahresabschlusses entwickelt und propagiert2. Diese pubertäre Maturität der Rechnungslegung ist bereits 1977/78 sowohl vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW) als auch vom International Accounting Standards Committee (IASC) sanktioniert worden3, ohne daß damit der Unverständlichkeit oder Nichtanwendung der Kapitalflußrechnung in der Praxis wesentlicher Abbruch getan wurde.

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1992

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  • Sebastian Hakelmacher

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