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Die Lehren des Kiefernurwaldes

  • Eilhard Wiedemann

Zusammenfassung

Möller hat klar ausgesprochen (39, S. 25), daß der Sinn des wohlverstandenen „Zurück zur Natur“ nicht der sei, daß wir uns bestreben sollten, den Zustand des Urwaldes herzustellen, sondern daß wir uns über die im Walde wirkenden Gesetze möglichst klar werden, damit wir sie unseren Zwecken in richtiger Weise dienstbar machen. Auf der anderen Seite können wir diese Naturgesetze sicher am besten im Urwalde kennen lernen. Möller sagt, „daß die natürliche Verjüngung nichts weiter als eine Lebensäußerung des (gesunden) Waldes sei“ (39, S. 57). „Die Dauerwaldwirtschaft wird den Holzanbau aus der Hand nur noch gebrauchen, um Holzarten dorthin zu bringen, wo sie bisher nicht waren, oder um Böden, die durch früher e B eh andlung (von mir gesperrt) verdorben sind, der Holzerzeugung wieder zuzuführen“ (40, S. 41). „Überall, wo mangelnde Einsicht in das Wesen des Waldes reine Bestände auf großen Flächen geschaffen hat, sind vor Zeiten neben der nun bevorzugten auch andere Holzarten vorgekommen. . . . Die Buche vor allem, die ‚Mutter des Waldes’, haben wir durch unseren reinen Nadelanbau vertrieben. Die Buche ist auch auf unseren ärmsten Sandböden als Mischholzart der Kiefer möglich, wenn wir nach Grundsätzen des Dauerwaldes wirtschaften“ (39, S. 56).

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Literatur

  1. 1).
    Unter „wirklich reinen Beständen“ versteht Schenck Bestände, in denen nicht nur andere Holzarten, sondern auch Unterwuchs von Holzpflanzen, Sträuchern, Kräutern und Gräsern fehlen, in denen also die Bäume die einzige höhere Pflanzenwelt sind (z. B. rein jüngere vollgeschlossene Fichtenbestände mit dichter Nadeldecke am Boden).Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1925

Authors and Affiliations

  • Eilhard Wiedemann
    • 1
  1. 1.TharandtDeutschland

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