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Zusammenfassung

Die Untersuchungen in Eberswalde sind aus einem sächsischen Sonderbedürfnis heraus entstanden : Es sind nämlich zur Zeit, wesentlich mit auf den Berichten von Professor Wiebecke über das große Schattenerträgnis der Jungkiefer und den Erfolg seiner Lückenhiebe fußend. in Sachsen starke Bestrebungen vorhanden, auch in der Kiefernwirtwirtschaft allgemein den Schmalkahlschlag von Norden, d. h. Schläge mit einem Hiebsfortschritt von höchstens 60 m im Jahrzehnt, also 30 m breite Schläge in 5jährigen Zwischenräumen einzuführen, um so den „Seitenschutz“ des Altholzes für Boden und Jungkiefer auszunutzen. Zum Teil wurden sogar auch große Versuche mit künstlicher oder natürlicher Verjüngung der Kiefer unter Schirm gemacht. Da die Erfolge schon jetzt vielfach nicht befriedigen, so schien eine genauere Prüfung des Schattenerträgnisses der Jungkiefer in Eberswalde selbst nötig, um so eine sicherere Grundlage für die weiteren sächsischen Maßnahmen zu gewinnen. Demgemäß wurde die Untersuchung im wesentlichen auf folgende Fragen gerichtet:
  1. 1.

    Zeigen die Lückenhiebe und sonstigen Anbaue der Kiefer unter stärkerer Beschattung in Eberswalde ein einheitlich gutes Gedeihen, und wie lassen sich etwaige Wuchsverschiedenheiten erklären?

     
  2. 2.

    Welche Erfolge sind mit der natürlichen Verjüngung der Kiefer erzielt worden?

     
  3. 3.

    Wie läßt sich die bodenpflegliche Wirkung dieser Maßnahmen beurteilen?

     

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Literatur

  1. 1).
    Professor Albert hat inzwischen (Z. f. F. u. J. März 1925) seine Untersuchungen veröffentlicht. Diese Arbeit konnte hier nicht mehr mit verwertet werden.Google Scholar
  2. 1).
    In Zweifelsfällen wurde stets zugunsten des Reviers entschieden, also die größere Höhenstufe usw. angenommen.Google Scholar
  3. 1).
    Außerdem kommen sicherlich viele Nährsalze, die von den Altholzwurzeln aus dem fruchtbaren Untergrund hochgepumpt werden, mit den Blättern oben auf den Boden, so daß diese Mergelschichten auch unmittelbar die oberen Schichten beeinflussen.Google Scholar
  4. 2).
    Diese Kulturen sind z. T. infolge des starken Graswuchses ziemlich lückig.Google Scholar
  5. 1).
    Gute Buchenverjüngungen sind in anderen Revierteilen ziemlich zahlreich vorhanden.Google Scholar
  6. 1).
    Selbst die leuchtende Birke reflektiert nur etwa 50% der auffallenden Strahlen, andere Holzarten noch weniger.Google Scholar
  7. 1).
    Davon die Hälfte verkrüppelt.Google Scholar
  8. 1).
    Weiser auf die Masse des Bestandes ohne Berücksichtigu ng der nicht gemessenen Formzahl.Google Scholar
  9. 2).
    Fricke vertrat die Ansicht, daß die Ursache der „Verschattung“ des Jungwuchses nicht Lichtmangel, sondern die Wurzelkonkurrenz des Altholzes sei. Um dies zu beweisen, schlug er mehrere nur 8 m breite von Ost nach West laufende Kulissen kahl (volle Seitenbeschattung) baute sie mit Kiefern an und zog zum Schutz gegen die Wurzelkonkurrenz auf beiden Seiten der Kulissen Stichgräben. Inzwischen sind allerdings die Altholzwurzeln wieder unter der Grabensohle hindurch in die Kulissen eingewandert.Google Scholar
  10. 1).
    Dies sagt König schon 1890 über die damaligen „großen 25 Ar umfassenden Löcherhiebe“.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1925

Authors and Affiliations

  • Eilhard Wiedemann
    • 1
  1. 1.TharandtDeutschland

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