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Zusammenfassung

Bei der Mehrzahl handelsüblicher kunststoffbeschichteter Holzwerkstoffe handelt es sich um Holzfaserhartplatten oder Spanplatten, die ein- oder zweiseitig mit kunstharzgetränkten, beim Heißpressen aushärtenden Papierschichten versehen sind. Über die Herstellung derartiger Platten haben E.J. RITTER [3], [4], E. und L. PLATH [5], W. ENZENSBERGER und S. FIBICH [6], C. KUBITZKY [7], [8] und F.R. FUCHS [9] berichtet. Der Schichtbelag besteht aus hochwertigen naßreißfesten Spezialpapieren in den verschiedensten Dicken. Die oberste Schicht, der sogenannte•Überpresser oder “Overlay” mit einem Rohpapiergewicht von etwa 20 bis 60 p/m2, wird mit Melaminharz getränkt. Darunter liegen die Füll- bzw. Dekorpapiere von 50 bis 300 p/m2, die entweder eingefärbt sind oder im Druckverfahren mit Mustern (Dekors) versehen werden. Die Tränkung dieser Schichten erfolgt im allgemeinen mit billigeren wärmekondensierbaren Kunstharzen. Unter der Dekorschicht schließlich ist der Träger, der entweder aus mehreren Bahnen phenolharzgetränkter Natronpapiere besteht oder aber aus hochwertigen Faser- und Spanplatten mit guter gleichmäßiger Oberfläche. Werden diese auch auf der anderen Seite mit einem einfachen Schichtstoffbelag versehen, so entsteht ein stehfähiger Verbundwerkstoff, der sich unter Feuchtigkeits- und Wärmeeinwirkung nicht verzieht.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag / Köln und Opladen 1960

Authors and Affiliations

  • Franz Kollmann
    • 1
  1. 1.Institut für Holzforschung und HolztechnikUniversität MünchenDeutschland

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