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Zusammenfassung

Viele Kunststoffe haben physikalische, chemische und technologische Eigenschaften, die herkömmliche Werkstoffe nicht oder nur unvollkommen aufweisen. Holz, der Leichtbaustoff seit Urzeiten, stand bis zum ersten Weltkrieg in ausreichender Menge und mit nach Holzart und Wuchsgebiet auswählbarer Güte zur Verfügung. Als dann Holz knapper und teurer wurde, führte das Streben nach seiner wirtschaftlichen Verwertung und der Wunsch nach Werkstoffen mit gleichbleibenden und gleichmäßigen Eigenschaften zur Entwicklung von Holzfaser- und Holzspanplatten. Die große Gruppe der Kunststoffe oder “Plastics” hätte aber diese Erzeugnisse wahrscheinlich vom Markt verdrängt, wenn die Herstellungskosten vergleichbar wären. Das ist jedoch nicht der Fall. Nach F. FESSEL [1] ist je kg Halbfabrikat aus Kunststoff ein Preis von ungefähr 5 DM zu veranschlagen gegenüber nur 0,35 DM bei Holzwerkstoffen. Die Produktionsausweitung der Kunststoffe ging deshalb nicht auf Kosten derjenigen von Faserplatten oder Spanplatten, wie Abbildung 1*) zeigt.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag / Köln und Opladen 1960

Authors and Affiliations

  • Franz Kollmann
    • 1
  1. 1.Institut für Holzforschung und HolztechnikUniversität MünchenDeutschland

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