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Schlußbetrachtung

  • Angelica Schrader
  • Alfred Krisch
Chapter
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Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 757)

Zusammenfassung

Die ausgewählten Beispiele zeigen, daß der Aufbau des Gefüges in den Stählen nicht etwa mit dem Abschreck- oder Anlaßvorgang abgeschlossen ist, sondern daß auch bei einer späteren Erwärmung unterhalb dieser Temperaturen Veränderungen im Gefüge vor sich gehen., die zwar sehr langsam fortschreiten, aber doch ein beträchtliches Ausmaß annehmen können. Die Gefügeänderungen können in Gestalt der Ausscheidungen im Licht- oder Elektronenmikroskop sichtbar werden und haben eine Verarmung der. Grundmasse an Kohlenstoff und Legierungsmetall zur Folge [4]. Die Kernfrage bei den warmfesten Stählen bleibt immer, welche Beziehungen zwischen den besprochenen Gefügeänderungen und den Änderungen der Festigkeitseigenschaften während der Belastungsdauer bestehen, die sieh vor allem in dem Übergang von einem Zustand hohen Formänderungsvermögens zum. verformungsarmen Bruch ausprägen können. Hier sind wir mit unseren Kenntnissen noch ganz am Anfang. Soviel wird jedoch jetzt schon gesagt werden können, daß ein Stahl um so besseres Zeitstandverhalten zeigen wird, je langsamer die besprochenen Gefügeänderungen in ihm ablaufen. Dabei scheint bei den austenitischen Stählen vor allem auch die Bildungsgeschwindigkeit der Sigmaphase eine Rolle zu spielen, auf die hier nicht im einzelnen eingegangen wurde. Es liegen Beobachtungen vor, die darauf hinzuweisen scheinen, daß ein Stahl um so besser ist, je langsamer die Bildung der Sigmaphase in ihm fortschreitet [10].

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1959

Authors and Affiliations

  • Angelica Schrader
    • 1
  • Alfred Krisch
    • 1
  1. 1.Max-Planck-Institut für EisenforschungDüsseldorfDeutschland

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