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Versuche zur elektrophoretischen Beweglichkeit von Ölemulsionströpfchen in Elektrolytlösungen. Eine Bestätigung der OVERBEEK’schen Theorie

  • M. von Stackelberg
  • H. Heindze
Chapter
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Part of the Forschungsberichte des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen book series (FWV, volume 166)

Zusammenfassung

Die Berechnungen von OVERBEEK (1943) haben ergeben, daß die elektrophoretische Beweglichkeit von Emulsionströpfchen im Falle höherer Zeta-potentiale bei Elektrolytkonzentrationen unterhalb 10−3n einer sehr starken Bremsung durch den Relaxationseffekt unterliegen muß.

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Literatur

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    Die spezifische Leitfähigkeit betrug 2.10-6 Siemens. Da unterhalb einer 10-4m-Konzentration die individuellen Einflüsse der Elektrolyte auf die Tröpfchenbeweglichkeit verschwinden, ist es gleichgültig, durch welche Verunreinigung die Leitfähigkeit des destillierten Wassers verursacht ist. Das Wasser besser zu reinigen wäre im Hinblick auf die Verwendung einer Glasapperatur zwecklos. Zudem liegen für sehr verdünnte Lösungen bereits zahlreiche übereinstimmende Messungen vor. Sie sind hier einfacher und genauer durchzuführen, da mit höherer Spannung und großen Küvetten gearbeitet werden kannGoogle Scholar
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    Dem Paraffinöl war etwas Ölsäure zugesetzt worden (näheres s. S. 16) Ein vollständig fettsäurefreies Öl wird in einer NaOH-Lösung wahrscheinlich eine Kurve ergeben, die sich von der in einer NaCl-Lösung nicht wesentlich unterscheidetGoogle Scholar
  9. 9).
    Mitunter wird die von ELLIS (loc.cit., 5.348, Abb. 7) gegebene Darstellung der Öltröpfchenbeweglichkeit in Abhängigkeit von der HC1- und NaOH-Konzentration auch in neueren Werken wiedergegeben. Die Art dieser Darstellung ist nicht glücklich. Sie ist aber auch falsch: Das Maximum der Beweglichkeit in 10-4n-HC1 fehltGoogle Scholar
  10. 10).
    E.J.W. VERWEY und J.Th.G. OVERBEEK (Theory of the Stability of Lyophobic Colloids, New York 1948, S. 75) berechnen, daß bei kleinen Öltröpfchen die Doppelschicht im Öl in ihrer Ausbildung räumlich behindert ist, was auch auf die Doppelschicht auf der Wasserseite zurückwirkt und eine Verminderung des Wand-und Zetapotentials zur Folge hat.Google Scholar
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    Durch die Konstruktion des Kommutators wurde eine Stromunterbrechung von 0,1 sec nach jeder Halbperiode bewirkt, wodurch die Enden des "Striches" deutlich sichtbar werden. Die wirksame Zeit für eine Halbperiode betrug also o,9 sec. - Dunkelfeldbeleuchtung und Irisblende wurden angewandt.Google Scholar
  13. 13).
    Die Frage der Küvettenform ist von G.E. van GILS und H.R. KRUYT, Koll.Beih. 45 (1937) 6o-98, ausführlich experimentell und theoretisch behandelt wordenGoogle Scholar
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    Wir verzichten also auf reversible Elektroden und nehmen eine Polarisationsspannung von 1,2 Volt in Kauf. Diese ist von der angelegten Spannung abzuziehen, der Rest durch die Küvettenlänge von 3,5 zu dividieren, um das Spannungsgefälle in der Küvette zu erhaltenGoogle Scholar
  15. 15).
    Wir stellten fest, daß die elektrophoretische Beweglichkeit der Öltröpfchen unabhängig davon war, ob das Paraffinöl 1 bis 8o % Ölsäure enthielt. Auch wenn keine Ölsäure zugesetzt wurde, war die Beweglichkeit praktisch die gleiche. Jedoch ist das hier benutzte DAB-Paraffinöl nicht ganz frei von grenzflächenaktiven Verunreinigungen gewesen. Mit einem später benutzten besonders reinen Paraffinöl wurde in NaClund HC1-Lösung praktisch die gleiche, in NaOH-Lösung aber eine merklich andere Beweglichkeitskurve erhalten. Siehe hierzu die nachfolgende Arbeit M.v. STACKELBERG und H. HÜBSCHKEGoogle Scholar
  16. 16).
    Die endliche Breite unserer Küvette vermindert diesen Wert auf o,2o5 d, also unwesentlich. Vgl. hierzu H.R. KRUYT und G.E. GILS, Kolloid-Z. 78 (1937) 32Google Scholar
  17. 17).
    Die Konzentrationsangabe 10-5 bezieht sich auch hier auf destilliertes Wasser ohne ZusatzGoogle Scholar
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  19. 19).
    Denn die Gegenionen entfernen sich mit zunehmendem d aus dem Deformationsgebiet des äußeren Feldes. - Zudem aber nähert sich auch der Faktor ad dem Werte 1, d.h. der elektrophoretische Effekt verschwindetGoogle Scholar
  20. 20).
    Das Zetapotential kann man in 1-1-wertigen Elektrolyten bis zu einer Konzentration von etwa 10-3n gleich dem y -Potential setzenGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1955

Authors and Affiliations

  • M. von Stackelberg
    • 1
  • H. Heindze
    • 1
  1. 1.Institut für Physikalische ChemieUniversität BonnDeutschland

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