Advertisement

Zusammenfassung

Das einfachste und exakteste Verfahren, die Empfindlichkeit unseres Gehörs zu ermitteln, ist die Hörschwellenbestimmung. Die Sinneszellen des CORTIschen Organs besitzen keine Schwelle. Gibt man auf das Ohr eines Versuchstieres einen schwachen Meßton und erhöht den Schalldruck fortlaufend um definierte Werte, so tauchen bei einem bestimmten Schallpegel die Mikrofonpotentiale der Sinneszellen aus dem bioelektrischen Störpegel auf, steigen linear mit dem Schalldruck an und erreichen — je nach der Frequenz des Meßtones — zwischen 50 und 75 dB (bezogen auf 2.10−4)ub) die lineare Aussteuerungsgrenze des Ohres (s.Abb.2). Unterhalb dieser Grenze und oberhalb des Störpegels herrscht also Proportionalität zwischen Mikrofoneffekt und Schalldruck. Im linearen Aussteuerungsbereich des Ohres (Nomenklatur s. LERCHE (17)) läßt sich daher die bioelektrische Empfindlichkeit für jede Frequenz leicht ermitteln, wenn man die Höhe der Mikrofonpotentiale, die ein gegebener Schalldruck erzeugt, meßtechnisch bestimmt. Wir wählten in den meisten unserer Versuche einen Schalldruck P1 von 40, 50 oder 60 dB als akustischen Grundpegel und betrachteten die von P1 erzeugten Mikrofonpotentiale MP1 als bioelektrischen Bezugspegel. Die eigentliche Belastung des CORTIschen Organs erfolgte durch Erhöhung von P1 auf P2 (vgl.Abb.1) in Form von Überdruckimpulsen. Während P1 grundsätzlich in den linearen Aussteuerungsbereich des Ohres’gelegt wurde, konnte der Impulsgipfel P2 sowohl unterhalb wie oberhalb der linearen Aussteuerungsgrenze liegen und mitunter sogar über das Aussteuerungsmaximum hinaus in den wiederabfallenden Schenkel der Aussteuerungskurve geraten (s.Abb.3).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1958

Authors and Affiliations

  • Eberhard Lerche
  • Jost Schulze

There are no affiliations available

Personalised recommendations