Advertisement

Das Problem der Cermets

  • Franz Wever
  • Werner Jellinghaus
  • Toshimori Shuin
Chapter
  • 12 Downloads
Part of the Forschungsberichte des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen book series (FWV, volume 573)

Zusammenfassung

Die Entwicklung der Verbundwerkstoffe aus hochwarmfesten Oxyden und Metallen scheint sich zur Zeit auf einem Punkt zu befinden, an dem eine Trennung zwischen 2 Richtungen stattfindet. Die ältere Richtung befaßte sich mit Verbundwerkstoffen, in denen das Oxyd volumenmäßig den Hauptanteil darstellte. Hier scheint es möglich, den Oxyden durch den Metallzusatz eine bessere Temperaturwechselfestigkeit zu geben, wie aus Angaben von BLACKBURN und SHEVLIN über den Werkstoff (70 Gew.-% Al2O3 + 30 Gew.-% Cr, etwa 82 Vol.-% Al2O3) und für Fe−Al2O3-Verbund-werkstoffe aus Angaben bei R. KIEFFER und P. SCHWARZKOPF [29] hervorgeht. Bezüglich der Schlagzähigkeit ist bisher jedoch bei überwiegendem Volumenanteil des Oxyds keine wesentliche Verbesserung durch den Metallzusatz erreicht worden. Auch die in der vorliegenden Arbeit gebrachten Versuche an der Zusammenstellung Fe + Al2O3 lassen selbst bei Senkung des Oxydanteils auf 50 Vol.-% noch keine wesentliche Verbesserung erkennen. Kürzlich veröffentlichte Versuche von F. EISENKOLB und W. SCHOTT [30] bei Cr-Al2O3-Werkstoffen ergaben ebenfalls nur geringe Schlagzähigkeiten. Die Ursache dürfte in der Porosität zu suchen sein. Die relativ günstige Schlagzähigkeit des von T.S. SHEVLIN entwickelten Werkstoffe aus 28 Gew.-% Al2O3 + 72 Gew.-% Cr ist wahrscheinlich nur dadurch erreicht worden, daß hier mit überwiegendem Volumenanteil des Metalls (etwa 59 Vol.-% Cr + 41 Vol.-% Al2O3) gearbeitet wurde. Es ist sehr bemerkenswert, daß T.S. SHEVLIN und C.A. HAUCK bei der weiteren Entwicklung der Verbundwerkstoffe aus Tonerde und Chrom die Werkstoffzusammensetzung wieder nach höheren Volumenanteilen des Oxyds hin veränderten. Für den Werkstoff aus 34 Gew.-% Al2O3 und 66 Gew.-% einer Chrom-Molybdän-Legierung mit 80 Gew.-% Cr + 20 Gew.-% Mo berechnet man einen Volumenanteil der Tonerde von 49,5 %. Vermutlich ist dies geschehen, um eine bessere Zunderbeständigkeit zu erhalten; leider haben die Forscher für diesen Werkstoff keine Schlagzähigkeit genannt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1958

Authors and Affiliations

  • Franz Wever
    • 1
  • Werner Jellinghaus
    • 1
  • Toshimori Shuin
    • 1
  1. 1.Max-Institut für EisenforschungDüsseldorfDeutschland

Personalised recommendations