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Zusammenfassung

Als Ausgangsstoff zum Erschmelzen des Reineisens für technische Zwecke diente ein Weicheisen aus dem Siemens-Martin-Ofen mit 0,05 bis 0,07% C, Spuren Si, 0,28 bis 0,35% Mn, 0,011 bis 0,017% P, 0,023 bis 0,027% S, 0,018% Al, 0,06 bis 0,08% Cr, 0,15 bis 0,16% Cu, 0,04 bis 0,062% Ni, 0,018 bis 0,032% 0 und 5,6 bis 2,5 cm3 H2/100 g. Es wurde in Walzknüppeln von 50 mm Dmr. und Abschnitten von 130 mm Länge angeliefert. Die Stücke wurden durch Sandstrahlen entzundert. Das Einsatzgewicht betrug 20 bis 25 kg. Als Schmelzanlage diente ein Vakuumofen der Gerätebauanstalt Balzers. Nach dem Einsetzen wurde der Ofen verschlossen und evakuiert. Das während des Aufheizens frei werdende Gas wurde abgepumpt; nur während des Aufschmelzens wurde das Pumpen zeitweise eingestellt, um zu starkes Spritzen der Schmelze zu vermeiden. Hierfür genügte meistens ein Druckanstieg bis auf 10 Torr. Nach dem Aufschmelzen des Einsatzes, wofür im Durchschnitt bei einer Ofenleistung von 60 kW zwei Stunden benötigt wurden, wurde die Anlage bis auf einen Druck von 10−3 bis 10−4 Torr evakuiert, die Schmelze rd. 30 min bei diesem Druck belassen und dann bei diesem Unterdruck in eine Kokille gegossen. Insgesamt wurden auf diese Weise zwölf Schmelzen hergestellt, deren Kohlenstoff-, Sauer-stoff- und Wasserstoffgehalte in Tabelle 1 angegeben sind. Im Mittel wurden Kohlenstoffgehalte zwischen 0,005 und 0,011%, Sauerstoffgehalte mit Ausnahme der Schmelzen 1, 3, 5 und 12 von 0,006% und Wasserstoffgehalte zwischen 0,8 und 2,2 cm3/100 g erhalten. Die höheren Sauerstoffgehalte der Schmelzen 1, 3, 5 und 12 zwischen 0,010 und 0,013% wurden durch vorhergegangene kleinere Flickarbeiten am Tiegel unter Verwendung von feuchtem Wasserglas hervorgerufen. Hierbei ist bemerkenswert, daß diese Flickstellen manchmal überhaupt nicht mit der Schmelze in unmittelbare Berührung kamen. Das Vorhandensein von Feuchtigkeit im Tiegel oder im Kessel führt in jedem Falle zu höheren Sauerstoffgehalten und ist daher sorgfältigst zu vermeiden.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1957

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Anton Fischer
    • 1
  • Helmut Treppschuh
    • 1
  • Karl Heinz Köthemann
    • 1
  1. 1.Max-Planck-Institut für EisenforschungDüsseldorfDeutschland

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