Advertisement

Bauwirtschaft ein konjunkturpolitisches Instrument?

  • Theo Beckermann
  • Meinolf Wulff
Chapter
  • 123 Downloads
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 1012)

Zusammenfassung

Das Baugewerbe hat in der Volkswirtschaft eine Schlüsselstellung inne und ist daher sowohl in der Depression als auch in der Phase der Hochkonjunktur ein vorzügliches wirtschafts- und konjunkturpolitisches Instrument, und zwar um so mehr, als ein wesentlicher Teil der Gesamtnachfrage unmittelbar oder mittelbar von der Öffentlichen Hand bestimmt wird. Vor allem die Anstoßwirkungen, die von einer Intensivierung oder Dämpfung des Hochbaus ausgehen, haben eine weitaus größere Kraft als eine Einflußnahme auf andere Märkte. Die Aktivierung des Wohnungsbaus zum Beispiel erfaBt über die unmittelbare Anregung der Vor- und Zulieferindustrien hinaus wichtige Bereiche der Konsumgüterwirtschaft, zum Beispiel die Möbel-, Hausrat-, Gardinen-, Teppich-, Rundfunk- und Fernsehindustrie und die entsprechenden Zweige des Handwerks und Handels27). Umgekehrt bedeutet Einschränkung des Wohnungsbaus zugleich Drosselung des Absatzes an entsprechenden Konsumgütern. Ähnliche Wirkungen zeitigen — freilich mit anderen Richtungen und zum Teil auch abgeschwächt — konjunkturpolitische Maßnahmen in den übrigen Hochbaubereichen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1961

Authors and Affiliations

  • Theo Beckermann
    • 1
  • Meinolf Wulff
    • 1
  1. 1.Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung EssenDeutschland

Personalised recommendations