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Der Einfluß von Kupfer, Molybdän und Titan im Eisen auf den Zinkangriff

  • Dietrich Horstmann
Chapter
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 740)

Zusammenfassung

Als Maß für die Größe des Zinkangriffs wurde der Eisenverlust gewählt, da er unmittelbar die Gesamtmenge des während des Versuchs mit dem Zink umgesetzte Menge des Grundwerkstoffs angibt. Aus den bei den verschiedenen Versuchstemperaturen nach verschiedenen Zeiten gemessenen Eisenverlusten ergibt sich, daß der Angriff, ebenso wie der auf Weicheisen, nach zwei verschiedenen Zeitgesetzen abläuft: einem parabelförmig mit der Zeit abklingenden Zeitgesetz bei tiefen und hohen Temperaturen und einem geradlinig mit der Zeit fortschreitenden Gesetz in dem dazwischen liegenden Temperaturgebiet um 500°C. In dem zuletzt genannten Temperaturgebiet ist der Angriff besonders groß. Auch bei Anwesenheit von Kupfer, Molybdän und Titan im Eisen beobachtet man in den beiden Übergangsgebieten von der einen zur anderen Angriffsart einen gegenüber dem gemäßigten Angriff bei tiefen und hohen Temperaturen etwas verstärkten Angriff, der aber ebenfalls nach einem parabelförmigen Zeitgesetz.abläuft. Durch Kupfer, Molybdän und Titan wird die Ausdehnung des verstärkten geradlinig mit der Zeit fortschreitenden Zinkangriffs, das sich bei Weicheisen von 495 bis 515°C erstreckt, verändert. In den Abbildungen la bis c *) sind die Gebiete der verschiedenen Angriffsarten in Abhängigkeit vom Kupfer-, Molybdän-uund Titangehalt wiedergegeben. Man sieht, daß das Temperaturgebiet des verstärkten, geradlinig mit der Zeit fortschreitenden Angriffs durch Kupfer etwas zu tieferen Temperaturen hin verbreitert wird (Abb. la). Durch Molybdän wird dieses Gebiet zunächst ebenfalls nach tieferen Temperaturen hin verbreitert, bei höheren Molybdängehalten jedoch wieder eingeengt (Abb. lb). Außerdem wird dieses Gebiet durch Molybdän im ganzen zu etwas tieferen Temperaturen verschoben. Titan weitet dieses Gebiet dagegen sowohl zu tieferen als auch zu höheren Temperaturen hin auf (Abb. 1c). Die beiden Übergangsgebiete mit einem verstärkten Angriff nach parabelförmigem Zeitgesetz schließen sich entsprechend dem Verlauf des zuvor genannten Gebietes an dieses an.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1959

Authors and Affiliations

  • Dietrich Horstmann
    • 1
  1. 1.Max-Planck-Institut für Eisenforschung und Gemeinschaftsausschuß VerzinkenDüsseldorfDeutschland

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