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Zusammenfassung

Bei Vergleichsuntersuchungen über die Festigkeiten hydraulischer Kalkmörtel, die in verschiedenen Laboratorien durchgeführt wurden, war festgestellt worden, daß die Versuchsergebnisse oftmals sehr unterschiedlich waren. Eine Erklärung für diese Unterschiede konnte bislang nicht gefunden werden, denn die Versuchskalke waren die gleichen, als Zuschlagsstoff wurde von den Laboratorien Normensand verwendet, die Herstellung der Mörtel, die Lagerung und Prüfung erfolgte unter den gleichen Bedingungen. Nur eine Variable war vorhanden, das Anmachewasser. Die einzelnen Laboratorien verwendeten zur Herstellung der Mörtel das jeweilige Leitungswasser. Sollten die chemischen Zusammensetzungen der Anmachew ässer als Ursache der unterschiedlichen Festigkeitsergebnisse anzusehen sein? Um diese Frage zu klären, wurden zunächst einige Testversuche gemacht, und zwar wurden sowohl hydraulische als auch Luftkalktrockenmörtel völlig gleicher Zusammensetzung mit Wässern verschiedener chemischer Zusammensetzung angemacht und auf ihre Festigkeiten geprüft. Dabei wurde peinlich darauf geachtet, daß die Höhe des Anmachewasserzusatzes sowie die Herstellung der Mörtel und die Lagerungsbedingungen der Prüfkörper stets die gleichen waren. Obwohl peinlichst darauf geachtet wurde, daß stets die gleichen Versuchsbedingungen eingehalten wurden, ergab es sich wiederum, daß die Ergebnisse der Festigkeitsprüfung z.T. sehr unterschiedlich waren. Wurden jedoch mehrere Versuchsreihen der gleichen Trockenmörtel nur mit destilliertem Wasser angemacht, dann fielen übereinstimmende Ergebnisse an. Durch nachstehend aufgezeichnete Versuche sollte deshalb systematisch geprüft werden, welchen Einfluß die chemische Zusammensetzung des Anmachewassers auf die Festigkeitsentwicklung hydraulischer Kalkmörtel ausübt. Durch zusätzliche chemische und chemisch-physikalische Untersuchungen sollte auBerdem der Versuch unternommen werden, eine Aufklärung über eventuelle Einflußfaktoren zu gewinnen. Um ein vollständiges Bild über die Festigkeitsentwicklung der Kalkmörtel in Abhängigkeit von der chemischen Zusammensetzung des Anmachewassers zu erhalten, wurden auch Luftkalkmörtel, d.h. Weißkalk- und Dolomitkalkmörtel, in die Untersuchungen einbezogen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1959

Authors and Affiliations

  • Kurt Alberti
    • 1
  1. 1.Forschungslaboratorium des BundesverbandesDeutschen Kalkindustrie e. V.KölnDeutschland

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