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Einleitung Die Entwicklung des Finanzplanungsgedankens

  • Wolfgang Lücke
Part of the Die Wirtschaftswissenschaften book series (WIWI)

Zusammenfassung

Die Finanzplanidee ist schon vor 1918 in der Literatur vorzufinden, wenngleich die damals entworfenen Finanzpläne noch keine betrieblichen Finanzpläne darstellten, sondern Haushaltspläne oder Etats für bestimmte Körperschaften des öffentlichen Rechts waren. In diesen Haushaltsplänen wurden für die einzelnen Haushaltsressorts die Einnahmen und Ausgaben, nach bestimmten Kriterien beziehungsweise Titeln gruppiert, als Soll-Zahlen vorgegeben. Der Ausgleich zwischen den Soll-Einnahmen und den Soll-Ausgaben oblag den Finanzministern. Der Finanzplan als staatlicher Haushaltsplan wurde im Zuge der allgemeinen Planungsforschung in der Betriebswirtschaftslehre wieder entdeckt und für betriebliche und unternehmerische Belange nutzbar gemacht. Es lagen bereits Erfahrungen bei einer Anzahl von Unternehmungen der öffentlichen Hand vor, deren Rechnungswesen nicht aus der kaufmännischen Buchführung bestand, sondern in Form der Kameralrechnung aufgebaut war. Die Kameralrechnung weist in ihrem Kern die Vorgabe von Einnahmen und Ausgaben auf.

Literatur

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1962

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Lücke
    • 1
  1. 1.Hochschule für Sozialwissenschaften WilhelmshavenDeutschland

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