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Struktur und Entwicklung der Bevölkerung

  • Dietrich Storbeck
Part of the Dortmunder Schriften zur Sozialforschung book series (DSS, volume 27)

Zusammenfassung

Zu Beginn dieses Jahrhunderts hatte Berlin in seinen heutigen Grenzen erst rund 2,7 Mio. Einwohner. Die Bevölkerungszahl stieg in den folgenden Jahren schnell an, so daß die Viermillionen-Grenze schon 1913 fast erreicht war 68. Der erste Weltkrieg brachte dann einen Rückgang, so daß für 1919 eine mittlere Bevölkerung von 3,8 Mio. Einwohnern ermittelt wurde. Anfang 1920, also vor der Neugliederung des Stadtgebietes, wurden 3,858 Mio. Einwohner gezählt; nach der Bildung von Groß-Berlin belief sich die Einwohnerzahl der Stadt auf 3,86 Mio. Einwohner. Die folgenden Jahre brachten eine weitere Aufwärtsentwicklung, die allerdings mehrmals unterbrochen wurde. So erfolgte ein schwacher Bevölkerungsrückgang (um etwa 1 %) im Jahr 1923, so daß die Viermillionen-Grenze erst Anfang 1926 überschritten war (4082778 Einwohner). Nach einem weiteren schwachen Rückgang der Einwohnerzahl (um 0,5 %) im Jahre 1931 brachten dann die Jahre 1931 bis 1934 einen nochmaligen bemerkenswerten Bevölkerungsrückgang, darunter besonders die Jahre 1932 und 1933. Insgesamt nahm die Einwohnerzahl Berlins von Anfang 1931 bis Ende 1934 um rund 114 000 oder 2,5 % des Bestandes von 1931 ab. Diese Rückgänge und die Stagnation in der Bevölkerungsentwicklung nach dem ersten Weltkrieg sind Auswirkungen der wirtschaftlichen Sonderlagen einzelner Jahre sowie der politischen Veränderungen der dreißiger Jahre.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1964

Authors and Affiliations

  • Dietrich Storbeck
    • 1
  1. 1.DortmundDeutschland

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