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Zusammenfassung

Oxometallate, in denen das Metall eine Wertigkeit hat, die vom gewohnten Verhalten (wie man es von wässrigen Lösungen her kennt!) abweicht, sind von R. SCHOLDER 2) in neuerer Zeit in größerer Zahl dargestellt worden; genannt seien z.B. Chromate(IV) und Chromate(V), die schon besprochenen Manganate(V), Ferrate(IV), Cobaltate(IV) und Vanadate(IV), Molybdate(IV) und (V). SCHOLDER gewann meist Erdalkaliverbindungen, nur in einzelnen Fällen auch Alkalimetall-, insbesondere Lithiumverbindungen. Dabei zeigte es sich, daß die Bezeichnung „anomale“ Wertigkeit eigentlich nicht zu Recht besteht, denn es handelt sich nicht um Stoffe, die man nur mit raffinierter Experimentierkunst gewinnen kann, sondern um recht stabile Stoffe, die zur Darstellung hohe Temperaturen erfordern und diese auch ohne weiteres vertragen; es sind also recht stabile Stoffe. Die Anschauungen, die aus wässrigen Lösungen gewonnen sind, erweisen sich hier — wie auch schon oft! — als ganz einseitig. Je mehr man eine Chemie ohne Lösungsmittel betreibt, desto reicher und vielseitiger erweisen sich die Ergebnisse, und man sieht, daß man auf vielen Gebieten der präparativen anorganischen Chemie, die man vielerorts schon als abgeschlossen ansah, erst am Anfang steht!

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1955

Authors and Affiliations

  • K. Wahl

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