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Zusammenfassung

Der Prüfbrenner von Prof. OTT, der vorgenannte Ott-Brenner, mit dem die noch näher zu beschreibende Versuche durchgeführt wurden, ist ein TecluBrenner. Die Größe der Primärluftzufuhr wird durch Heben oder Senken einer Scheibe geregelt. Die Scheibe trägt einen Zeiger, der über eine in 100 Teilstriche unterteilte Skala läuft. Liegt die Scheibe fest an dem unteren Teil des Mischrohres an, so steht der Zeiger auf der Marke Null. Der in der Gaszufuhrleitung eingebaute Druckmesser gestattet es, den Vordruck abzulesen und konstant zu halten. Der Brennermund ist von einer Blechhaube umgeben. Sie soll die Flamme vor Luftbewegungen im Raum schützen und damit ein ruhiges und gleichmäßiges Brennen gewährleisten. Der Brenner ist einfach zu handhaben. Als zahlenmäßig erfaßbares Merkmal wird der Flackerpunkt bestimmt. Ist dieser Punkt bei einer bestimmten Stellung der Scheibe und damit einer bestimmten Luftzufuhrmenge erreicht, so beginnt die Flamme zu flackern. Der Gasdruck ist auf 40 mm WS eingestellt, damit geht eine bestimmte Gasmenge durch den Brenner. Im einzelnen wird der Versuch so gefahren, daß der Zeiger auf der Nullmarke steht. Hier brennt die Flamme als Leuchtflamme. Durch Drehen der Scheibe wird mehr und mehr Primärluft zugegeben, bis die Flamme zu flackern beginnt. Die dabei eingestellte Zahl auf der Kreisskala bezeichnet man als Ottzahl. An Stelle des Flackerpunktes kann auch der Rückschlagpunkt der Flamme in das Brennerrohr als Charakteristikum der Brenneigenschaften festgelegt werden. Das Flackern der Flamme geht dem Rückschlagen unmittelbar voraus. Die Flamme schlägt zurück, wenn die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Gas-Luft-Gemisches in das Brennerrohr hinein gröBer wird als seine Ausströmgeschwindigkeit. Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit ist direkt proportional der Zündgeschwindigkeit, dabei ist die Größe des Proportionalitätsfaktors abhängig von den Baudaten des Brenners. Für jedes brennbare Gas-Luft-Gemisch ist eine Zündgeschwindigkeitskurve charakteristisch. Sie besitzt ihr Maximum ungefähr dort, wo das Gas-Luft-Gemisch luftsatt ist, d.h. wo gerade die zur Verbrennung notwendige Luftmenge vorhanden ist.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1955

Authors and Affiliations

  • B. Naendorf

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