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Hinweise für das Erschmelzen von Titanstählen im Lichtbogen- und Siemens-Martin-Ofen

  • P. Bardenheuer
  • W. A. Fischer
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Part of the Forschungsberichte des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen book series (FWV, volume 154)

Zusammenfassung

Die mitgeteilten Versuche gestatten Hinweise auf das Erschmelzen von Titanstählen im Lichtbogen- und Siemens-Martin-Ofen, wobei zur Erzielung guter und sauberer Stähle der Ferrotitanzusatz der Schmelze grundsätzlich im Ofen zugegeben werden soll. Um den Titanabbrand möglichst niedrig zu halten, ist es notwendig, im basischen Ofen unter einer Schlacke zu schmelzen, die das Bad gegen Luftoxydation schützt und keine Oxyde enthält, die von Titan reduziert werden können, d.h. der Gehalt der Schlacke an Schwermetalloxyden und Kieselsäure muß sehr gering sein. Da diese Oxyde jedoch für basische Schlacken die gebräuchlichen Flußmittel darstellen, muß der Flüssigkeitsgrad der Schlacke durch Zugabe anderer sich nicht mit dem Titan umsetzender Stoffe angestrebt werden, z.B. durch Zusatz von Flußspat oder Aluminiumoxyd. Im basischen Lichtbogenofen hätte nach diesen grundsätzlichen Erwägungen die Erschmelzung titanhaltiger Stähle etwa in folgender Weise zu geschehen:

Nach Aufgabe der Feinungsschlacke erfolgt die Desoxydation derselten vorwiegend durch Kohlenstoff; Ferrosiliziumzugaben sind weitgehend zu vermeiden, damit der Kieselsäuregehalt der Schlacke nicht zu groß wird. An Stelle von Ferrosilizium zur Desoxydation von Stahl und Schlacke ist für weiche Stähle Ferroaluminium zu verwenden mit etwa 50 % Al. Diese Legierung läßt sich wegen ihrer großen Sprödigkeit leicht auf jede Stückgröße zerkleinern. Auf diese Weise fällt nach Beendigung der Entschwefelungs- und Desoxydationsperiode eine Schlacke an, die vorwiegend auf Kalk, Flußspat una Tonerde aufgebaut ist und die Zugabe des Ferrotitans in den Ofen gestattet. Das Ferrotitan wird nach erfolgter Desoxydation etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Abstich der Schmelze zugesetzt und in diese eingerührt.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1955

Authors and Affiliations

  • P. Bardenheuer
  • W. A. Fischer

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