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Methoden der Immunitätsforschung

Beziehungen zu anderen Forschungsgebieten
  • Werner Rosenthal
Part of the Die Wissenschaft book series (W, volume 53)

Zusammenfassung

Die im vorigen Abschnitt gegebenen Übersichten heben von neuem den Charakter der heutigen Lehre von der Immunität hervor: sie hat eine Fülle von Beobachtungen aufgehäuft und erklärt sie mit einer fast ebenso großen Fülle von Hypothesen. Denn alle dort verzeichneten Substanzen, nicht nur die zahlreichen durch den Druck als zweifelhaft bezeichneten, sind ja keine wohldefinierten chemischen Individuen, sondern Begriffe, zu deren Bildung man gelangt ist, indem man „eine Wirkung zu materialisieren versuchte“, wie Bail treffend die hauptsächlich von P. Ehrlich ausgebildete Methode charakterisiert hat: Es werden in vielfältig variierten Versuchen bestimmte Wirkungen beobachtet, und dann wird für jede einzelne von ihnen eine Substanz als wirkende Ursache angenommen; die Eigenschaften dieser supponierten Substanz werden aus den Versuchsbedingungen konstruiert und durch weitere Versuche das Zutreffen der Annahme geprüft. Ergeben sich hierbei Unstimmigkeiten, so werden sie am leichtesten beseitigt, indem eine neue wirksame Substanz eingeführt wird und die ihr zuzuschreibenden Eigenschaften auf dem gleichen Wege geprüft werden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1914

Authors and Affiliations

  • Werner Rosenthal
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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