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Anaphylaxie III

  • Werner Rosenthal
Part of the Die Wissenschaft book series (W, volume 53)

Zusammenfassung

Wir haben die Wahrscheinlichkeits- und Analogiegründe angeführt, die v. Pirquet und Schick dafür geltend machten, daß die Erscheinungen der Anaphylaxie durch das Zusammentreffen von Antigen und Antikörper im Organismus bedingt seien. Ist aber die Existenz solcher anaphylaktischer Antikörper im Serum wirklich erwiesen? Wenn sie existieren, so muß es gelingen, mit ihrer Hilfe, durch Übertragung des Serums eines anaphylaktisch gemachten Tieres, ein anderes Tier passiv überempfindlich zu machen, ebenso wie man es durch Antitoxinimpfung passiv immunisieren kann. Dieser Versuch ist 1907 zuerst Nicolle gelungen, der die lokale anaphylaktische Reaktion von Arthus an Kaninchen bei der ersten Impfung mit artfremdem Eiweiß erhielt, nachdem er ihnen am Tage vorher Serum vorbehandelter Kaninchen eingespritzt hatte. Im gleichen Jahre erzeugten sowohl Otto wie U. Friedemann die allgemeine Anaphylaxie beim Meerschweinchen in analoger Weise, und ersterer besonders zeigte, daß dies nicht nur mit artfemdem, sondern auch mit artfremdem Serum gelingt. Seither ist auch dieses Gebiet durch viele Autoren ausgebaut worden.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1914

Authors and Affiliations

  • Werner Rosenthal
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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