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Grenzen des Angebots

  • Heinrich H. Jonas

Zusammenfassung

W. Rieger bemerkt einmal, daß es die Unternehmung im Verfolg ihres Gewinnstrebens leider nicht verhindern könne, den Markt zu versorgen. Leider kann sie es im Verfolg ihres Gewinnstrebens auch vielfach nicht verhindern, daß sie den Markt nicht nur mit Waren, sondern auch mit Kredit versorgen muß und sich so ein zusätzliches Risiko auflädt. Der Umfang, in dem Handelskredit gegeben wird, hängt ab von dem Bedarf des Käufers der Ware und der Willigkeit des Verkäufers, ihn anzubieten. Ein Bedarf des Käufers ist immer dann gegeben, wenn er nicht über genügend eigene Mittel verfügt, um die Ware nach Erhalt innerhalb von einigen Tagen zu bezahlen, wobei die Begrenztheit seiner Mittel weniger absolut als vielmehr relativ, nämlich im Verhältnis zu seinem Bedarf, gesehen werden muß. Die Willigkeit des Verkäufers, Kredit zu gewähren, hängt ihrerseits von einer Reihe von Faktoren ab, die beispielsweise in individuelle und externe, wettbewerbliche und handelsübliche Faktoren eingeteilt werden können. Eine derartige Einteilung ist sehr problematisch, weil die Faktoren, welche die Grenzen des Angebots an Handelskredit bestimmen, sich auf diese Weise nicht ohne weiteres einteilen lassen.

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Referenzen

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    Vgl. auch E. Gutenberg, Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Bd. 1, Springer Verlag, Berlin u. a. 1951, S. 110 f.Google Scholar
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    Insofern kann E. Gutenberg nicht zugestimmt werden, der a. a. O. S. 111, nur Wareneigenschaft, Warenpreis, Absatztechnik und Werbung als Instrumente der Absatzpolitik auffaßt.Google Scholar
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    Dem steht gegenüber, daß praktisch im Ernstfalle nur selten die gesamte Forderung verlorengeht; gewöhnlich gibt es eine, wenn auch geringe Konkursquote, die aber erst nach längerer Zeit zur Verfügung steht.Google Scholar
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    Für andere Beispiele dieser Art sei auch auf die kleineren Brauereien verwiesen, deren finanzielle Kraft durch Gastwirtedarlehn und längere Zielgewährung oft erheblich angespannt wird.Google Scholar
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    Im einzelnen K. Mellerowicz und H. Jonas. a. a. O. S. 21 ff., S. 95 ff.Google Scholar
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    Im einzelnen H. G. Guthmann und H. E. Dougall a. a. O. S. 438.Google Scholar
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    W. J. Shultz und H. Reinhardt a. a. O. S. 72 und S. 102 ff. geben ein ausführliches Beispiel für die Analyse des Berichtes einer Auskunftei.AGoogle Scholar
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    Die Tendenz besteht zwar, den Eigentumsvorbehalt bei Warenlieferungen immer mehr auszudehnen. So finden sich beispielsweise in den Lieferungsbedingungen des Wollhandels Bestimmungen, denen zufolge der Untergang des Eigentumsvorbehaltes ausgeschlossen wird; die Frage bleibt offen, wie der Wollhändler im Ernstfalle den Nachweis erbringen will, daß in dem fertigen Bekleidungsstück, zu dessen Herstellung verschiedene Wollsorten Verwendung fanden, seine Wolle enthalten ist und in welchem Prozentsatz. In der Praxis können sich hier beträchtliche Schwierigkeiten ergeben. Das gleiche gilt von dem verlängerten Eigentumsvorbehalt, der auch die Forderungen aus dem Absatz der Ware erfaßt. Hier ergibt sich das Problem, nachzuweisen, welcher Teil der Forderungen auf die verarbeitete Wolle entfällt. Auch muß hier der Geldeingang auf diese Forderungen kontrolliert werden, damit er nicht auf dem Konto einer Bank erfolgt, die dem Kunden Kredit gegeben hat. Hier könnte dann die Bank gegebenenfalls auf Grund ihrer allgemeinen Geschäftsbedingungen ein Zurückbehaltungsrecht geltend machen. So schreibt H. Scholz, Das Recht der Kreditsicherung, a. a. O. S. 317: „Im Rahmen solcher Klausel (verlängerter Eigentumsvorbehalt) ist es das Erfordernis der Individualisierung der zedierten Forderung, welches den verlängerten Eigentumsvorbehalt zu einem der umstrittensten Probleme des Sicherungsrechts gemacht und einen Meinungsstreit entfacht hat, der durch den Interessengegensatz zwischen Warenlieferanten und Geldkreditgebern, die beide sich die Außenstände ihrer Kundschaft als Sicherungsmittel nutzbar zu machen bestrebt sind, immer wieder neu belebt wird.“ Über die Sicherungsübereignung schreiben Herold, Hilgermann, Bernicken a. a. O. S. 352: „Es ist nicht zu bestreiten, daß das Mittel der Sicherungsübereignung (zu Gunsten der Bank) in Zeiten wirtschaftlicher Krisen und sich häufender Zusammenbrüche den Großhändlern als Lieferanten mittlerer und kleinerer Weiterverarbeiter unangenehm sein muß; aber schließlich kann niemand von der Bank verlangen, daß sie ungedeckte Kredite einräumt.“ Auch hier gibt es zweifellos einen Gegensatz zwischen dem Warenkreditgeber und dem Geldkreditgeber in der Praxis. Oft ist dieSituation aber auch so, daß der Eigentumsvorbehalt des Lieferanten der primäre ist und die Bank dann bestrebt sein muß, auf diesen bestehenden Eigentumsvorbehalt in ihren Sicherungsbedingungen Rücksicht zu nehmen. Beispielsweise sei hier folgende Formulierung eines Sicherungsvertrages wiedergegeben: „Soweit die als Sicherheit dienenden Warenvorräte der Firma (Kreditnehmer) von ihren Lieferanten unter Eigentumsvorbehalt geliefert sind, die Firma also nur ein Anwartschaftsrecht auf Eigentumserwerb nach Bezahlung an ihnen hat, überträgt die Firma der Bank dieses Anwartschaftsrecht. In diesem Falle geht das Eigentum an den Warenvorräten später von dem Lieferanten unmittelbar auf die Bank über. Sollte dieser unmittelbare Eigentumserwerb aus Rechtsgründen nicht eintreten, so übereignet die Firma der Bank die unter Eigentumsvorbehalt stehenden Warenvorräte unter der aufschiebenden Bedingung des eigenen Eigentumserwerbs. Die Bank ist jederzeit berechtigt, eine Kaufpreisrestschuld für Rechnung der Firma an die Lieferanten zu bezahlen.“AGoogle Scholar
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    K. Mellerowicz und H. Jonas a. a. O. S. 36.AGoogle Scholar
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    Wir folgen hier im wesentlichen einem Beispiel von W. J. Shultz und H. Reinhardt a. a. O. 271.AGoogle Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1960

Authors and Affiliations

  • Heinrich H. Jonas

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