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  • Heinrich H. Jonas

Zusammenfassung

Die allgemeinen Gesichtspunkte der Politik der Kreditvergabe wurden schon bei der Behandlung des kurzfristigen Bankkredits dargestellt. Grundsätzlich sind die Voraussetzungen für die Gewährung längerfristiger Kredite dieselben wie die für die Gewährung kurzfristiger, wenn sich auch aus der verschiedenen Fristigkeit dieser Kredite, ihrer geringeren Liquidität und den höheren Anforderungen, die ihre Vergabe an die Bank stellt, graduelle Unterschiede ergeben. Zunächst muß auch hier die Bank über die zur Kreditgewährung notwendigen flüssigen Mittel verfügen, d. h. sie muß eine entsprechende Reservenpolitik betreiben. Stärker noch als bei der Gewährung kurzfristiger Kredite ist hier die Bedeutung der sekundären Reserven ausgeprägt. Auch muß hier die Bank in ausreichendem Umfange tertiäre Reserven unterhalten, um den Wechselfällen des Wirtschaftslebens, die hier auf längere Sicht eine größere Rolle spielen, begegnen zu können. Was richtige Reservenpolitik dabei im Einzelfalle bedeutet, hängt ab von der Struktur der Bank, ihrer Größe, ihrem Geschäftskreis, ihrer Kreditreserve, der Zusammensetzung ihrer Aktiva und Passiva, dem Trend ihrer Entwicklung, den Zielen ihrer Geschäftspolitik und der allgemeinen Entwicklung ihrer wirtschaftlichen Umgebung, in der sie arbeitet.

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Referenzen

  1. 1).
    Berechnet nach H. V. Prochnow a. a. O. p. 76.Google Scholar
  2. 1).
    Wesentlich gekürzt folgen wir hier einem Fall, den H. V. Prochnow a. a. O. p. 247 ff. gibt. Titel des Originalfalles: Loan to a producer of ore used in the chemical industry.Google Scholar
  3. 1).
    Einschließlich Tilgungsrate auf den längerfristigen Bankkredit: Jahr C $ 200 000,—, Jahr B $ 600 000,—.Google Scholar
  4. 1).
    Abweichend von dem Ausweis in der Bilanz, wurde hier der Übersicht halber die Tilgungsquote von $ 200 000,— dem langfristigen Fremdkapital zugerechnet.Google Scholar
  5. 1).
    Als beispielhaft sei hier die Erklärung des Leiters der Abteilung für Kleinkredite der Bank of America wiedergegeben: „Bank of America’s policy is to provide the soundest type of credit best suited for your needs... If any man or woman of good character and proved ability requires money for any worthy purpose — for business or personell uses, no matter how spezialized the need — the Bank of America has, or will endeavour to provide, the type of credit which will be most helpful.“ The American Banker, Jan. 31, 1957, p. 37.Google Scholar
  6. 1).
    Siehe S. 230 ff.Google Scholar
  7. 2).
    H. V. Prochnow a. a. O. p. 352 ff.Google Scholar
  8. 1).
    Siehe auch die sechs Punkte einer Kreditwürdigkeitsprüfung, die I. R. Robinson a. a. O. p. 183 aufführt.Google Scholar
  9. 1).
    H. G. Guthmann und H. E. Dougall a. a. O. p. 461 f.Google Scholar
  10. 2).
    Wir folgen hier stark gekürzt den Ausführungen von H. V. Prochnow a. a. O p. 397 ff.Google Scholar
  11. 1).
    H. V. Prochnow, a. a. O. p. 401.Google Scholar
  12. 2).
    Vgl. K. Mellerowicz, Die Bewertung der Unternehmung als Ganzes, Essen 1954; H. Jonas, Die Bestimmung des zukünftigen Reinertrages bei der Unternehmungsbewertung, ZfB 1954 H. 3 S. 168 ff.Google Scholar
  13. 1).
    K. Mellerowicz und H. Jonas a. a. O. S. 165 ff.Google Scholar
  14. 2).
    Siehe auch K. Mellerowicz und H. Jonas a. a. O. S. 167.Google Scholar
  15. 1).
    Zit. n. R. S. Smith und A. H. Winaker, Changes in the financial structures of unsuccessful industrial corporations, Bureau of Research Bulletin No. 51, Urbana Illinois, 1935 p. 24.Google Scholar
  16. 1).
    H. V. Prochnow, a. a. O. p. 125 ff.Google Scholar
  17. 2).
    Siehe auch D. Carr, a. a. O. p. 330 ff.; H. G. Guthmann und H. E. Dougall, a. a. O. p. 463; R. I. Robinson, a. a. O. p. 184 ff.Google Scholar
  18. 3).
    Die Verpfändung der Kundenforderungen kann mit oder ohne Regreßrecht erfolgen.Google Scholar
  19. 1).
  20. 1).
    Zur Illustration sei auf ein Schema von H. V. Prochnow verwiesen a. a. O. p. 105 ff., in dem Prochnow 30 Hauptpunkte, die bei der Vergabe längerfristiger Kredite zu prüfen sind, aufführt; ferner sei auf ein bei K. Mellerowicz und H. Jonas a. a. O. S. 219 f. wiedergegebenes Kreditantragsformular für die Gewährung längerfristiger Bankkredite verwiesen.Google Scholar
  21. 1).
    Dieser Fall ist wesentlich gekürzt und in der Darstellung verändert entnommen aus dem Werk von H. V. Prochnow a. a. O. p. 320 ff., Titel des Originals: Loan to a manufacturer of plain and fancy weave goods.Google Scholar
  22. 2).
    Langfristiger Handelskredit im Zusammenhang mit dem Erwerb von Maschinen.Google Scholar
  23. 3).
    $ 500 000,— längerfristiger Bankkredit, Rest längerfristiger Handelskredit.Google Scholar
  24. 1).
    Wesentlich gekürzt und in der Darstellung verändert entnommen aus H. V. Prochnow a. a. O. p. 304 ff., Titel des Originals: Proposed Term Loan which a bank declined.Google Scholar
  25. 2).
    Jahre vor dem Kreditantrag.Google Scholar
  26. 3).
    Hauptsächlich Warenvorräte und flüssige Mittel.Google Scholar
  27. 4).
    Hauptsächlich Geschäftseinrichtung, Verbesserung gepachteter Anlagen.Google Scholar
  28. 5).
    Letztes Jahr (in 1000 $) : Dividende 10; Bankkredit in laufender Rechnung 14, Warenkredit 112, Verbindlichkeiten gegenüber Angestellten und Geschäftsinhabern 106, Steuerverbindlichkeiten 26, Sonstige Verbindlichkeiten 2.Google Scholar
  29. 6).
  30. 7).
    Stammkapital und Rücklage.Google Scholar
  31. 8).
  32. 9).
    Erzielter Gewinn.Google Scholar
  33. 10).
    Ausgeschütteter Gewinn.Google Scholar
  34. 11).
    Ferner wurden in diesem Jahr aus den Rücklagen $ 26 000,— für Wertberichtigungen entnommen.Google Scholar
  35. 12).
    Für vier Monate dieses Geschäftsjahres.Google Scholar
  36. 1).
    Wesentlich gekürzt und in der Darstellung verändert entnommen aus H. V. Prochnow, a. a. O. p. 374 ff., Titel des Originals: Loan to a cooperage manufacturer.Google Scholar
  37. 1).
    Einschließlich $ 5400,— für Rückstellungen.Google Scholar
  38. 2).
    Einschließlich Rückstellungen: Jahr C 14,3, Jahr B 12,1.Google Scholar
  39. 3).
    Nach Sonderabschreibung auf Vorräte aus dem Gewinn 75,0.Google Scholar
  40. 4).
    Gezahlt im ersten Quartal.Google Scholar
  41. 1).
    Wesentlich gekürzt und in der Darstellung verändert, entnommen aus H. V. Prochnow a. a. O. p. 270 ff., Titel des Originalfalles: Loan to a Virginia Cotton Mill.Google Scholar
  42. 2).
    Sonderabschreibungen aus dem Reingewinn $ 30 800,—.Google Scholar
  43. 1).
    Die Grundkonzeption dieses Beispiels, das im übrigen in allen Daten und in der Form der Darstellung völlig verändert wurde, beruht auf den Fällen EA-F 153/154 der Fallsammlung der Harvard Graduate School of Business Administration, Boston, Mass., USA.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1960

Authors and Affiliations

  • Heinrich H. Jonas

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