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Zur Einführung: Liberalismus in Deutschland

  • Barthold C. Witte
Chapter
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Part of the Schriftenreihe der Friedrich Naumann-Stiftung zur Politik und Zeitgeschichte book series (SFNSPZ, volume 10)

Zusammenfassung

Liberal zu sein, ist heutzutage wieder modern, nicht nur in Deutschland. Keine der großen demokratischen Parteien im freien Teil unseres Vaterlandes verzichtet darauf, das liberale Erbe, zeitgemäß gewandelt, ganz oder teilweise für sich zu beanspruchen. Das gilt zumal für die Wirtschaftspolitik, aber nicht allein für sie. Manche wohlmeinenden Kritiker des Godesberger Programms der Sozialdemokratischen Partei stufen es insgesamt als »linksliberal« ein, während die Christlich-Demokratische Union mit ihrem Ruf nach der sozialen Marktwirtschaft die gesellschaftspolitische Ergänzung der liberal geprägten Wirtschaftsordnung sucht. Die Freien Demokraten, einst von Theodor Heuss und seinen Freunden unter bewußtem Verzicht auf den liberalen Namen gegründet, sehen sich heute selbst als die eigentlichen Hüter liberalen Gedankenguts in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft — einschließlich des besonderen Verhältnisses der Liberalen zur nationalen, jetzt also gesamtdeutschen Frage. Die Zeiten scheinen vorbei, in denen der Liberalismus als überwunden galt. Selbst die schüchternen Versuche zur Auflockerung erstarrter Diktaturen im kommunistischen Teil Europas werden als »Liberalisierung« bezeichnet (und damit freilich oft mißverstanden). Das gleiche Schlagwort wird öfter auf die erstaunliche und bewegende Öffnung zur Welt von heute angewandt, welche die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil vollzieht.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1966

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  • Barthold C. Witte

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