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Die moderne Investitionstheorie und das ökonomische Prinzip

  • Matthias Heister
Part of the Beträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBF, volume 17)

Zusammenfassung

Wir haben oben festgestellt, daß die sogenannte moderne Investitionstheorie nicht nur die Finanzinvestition, sondern auch die Realinvestition als finanzmathematisches Modell behandelt. Ihre Methoden, die Kapitalwertmethode, die Differenzmethode, die Annuitätenmethode, die Pay-off-Methode und die InterneZinsfuß-Methode zeugen von diesem Ansatz. Da diese Methode zu widerspruchsvollen Ergebnissen führen, haben wir uns um eine neue Grundlage der Investitionstheorie bemüht und die empirische Vorteilsentscheidung aus einem Vergleich auf der Basis des ökonomischen Prinzips hergeleitet. Wir bezeichnen im folgenden diese Theorie zum Unterschied von der modernen Investitionstheorie als ökonomische Investitionstheorie. Sie erfaßt in der Tat nur ökonomische Vorteilsentscheidungen.

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Referenzen

  1. 72.
    Vgl. Abschnitt 32.Google Scholar
  2. 73.
    In diesem Sinne ist auch die Prämisse von E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 33 f., daß „der Investor in der Lage ist, beliebige Beträge zum Kalkulationszinsfuß zu leihen und auszuleihen“, zu deuten. — K.-H. Blömer, Grundfragen, S. 79, nennt diese Prämisse E. Schneiders einen „Rechentrick“. — H. Schindler, Investitionsrechnungen, S. 67 f., verkehrt den Sachverhalt dagegen völlig, wenn er im Anschluß an M. Lohmann gegen die Prämisse von E. Schneider „keine allzu schweren Bedenken“ haben zu müssen glaubt, weil sie „eine große Erleichterung“ bedeute. Tatsächlich wird die Prämisse von E. Schneider nicht um der Erleichterung willen eingeführt, sondern ist eine echte conditio sine qua non, hinter der sich die gesamte empirische Problematik verbirgt.Google Scholar
  3. 74.
    H. Albach, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 38, kommt dieser Auffassung besonders nahe, wenn er schreibt : „Der Kalkulationszinsfuß kann demzufolge nur aus der individuellen betrieblichen Situation gewonnen werden.“Google Scholar
  4. 75.
    E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 40 f.Google Scholar
  5. 76.
    Daß bei E. Schneider nach der Differenzmethode in Verbindung mit dem internen Zinsfuß vorgegangen wird, ist hier unwesentlich. 77 Vgl. E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 57 ff.Google Scholar
  6. 78.
    Ober die Fälle 2 und 4 vgl. die Abschnitte 74ff.Google Scholar
  7. 79.
    E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 58.Google Scholar
  8. 80.
    E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 59.Google Scholar
  9. 81.
    E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 58.Google Scholar
  10. 82.
    E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 58. 83 Vgl. E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 40.Google Scholar
  11. 84.
    Über die von E. Schneider vorgeführte Anwendung der Internen-Zinsfuß-Methode auf die Differenzinvestition siehe Abschnitt 46, 5.Google Scholar
  12. 85.
    Aus dieser Tatsache resultiert z. B. unmittelbar, daß die Annuitätenmethode durchweg erhebliche Kredite zum Kalkulationszinsfuß in Rechnung stellt, auch wenn Kreditverwendung (wie bei E. Schneider) ausdrücklich ausgeschlossen ist (!).Google Scholar
  13. 86.
    Vgl. B. M. Gerbel, Rentabilität, S. 226 f.Google Scholar
  14. 87.
    Vgl. E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 66 ff. — H.-K. Schneider, Aufgabenstellung, S. 91 ff. — H. Brandt, Investitionspolitik, S. 146–152 — E. L. Grant, Principles, S. 50 : “The interest rate used in economy studies will frequently be considerably higher than the cost of borrowed money . “Google Scholar
  15. 88.
    Die Vermutung, höheres Risiko durch einen höheren Kalkulationszinsfuß abdecken zu können, beruht auf dem Trugschluß funktionaler Abhängigkeit zwischen Risiko und Zins. Seine Erörterung ist aufschlußreich, muß aber hier übergangen werden.Google Scholar
  16. 89.
    Eine Zusammenfassung der bisherigen Erörterungen zum Kalkulationszinsfuß bringt H. Schindler, Wirtschaftlichkeitsrechnungen, S. 130 ff.Google Scholar
  17. 90.
    Von einer solchen Sicht zeugt z. B. noch die Auffassung von U. Brinkmann, Grenzleistungsfähigkeit, S. 53. An dieser Stelle wird für die Kapitalwertmethode und die Interne-Zinsfuß-Methode die Diskontierung unterstellt.Google Scholar
  18. 91.
    Vgl. K.-H. Blömer, Grundfragen, S. 31 : „Das Ergebnis einer solchen Rechnung darf als das am meisten befriedigende angesehen werden.“ 92 Die von der Internen-Zinsfuß-Methode unterstellte Prämisse über den Ansatz der Verzinsung in der Umgebung einer Investition ist bisher i. a. übersehen worden. — Vgl. U. Brinkmann, Grenzleistungsfähigkeit, S. 73f. : „Weist also die kurzlebigere Investition B die höchste Rentabilität auf, so verzichtet die Interne-Zinsfuß-Methode auf jede Aussage über die Verwendung der freigesetzten Mittel während der Restlebensdauer der Investition A.„ — Ebenso K.-H. Blömer, Grundfragen, S. 71 : „Das Verfahren des internen Zinsfußes hingegen läßt die Differenzinvestition völlig unberücksichtigt.“ — Ferner Grundfragen, S. 76: „Am meisten der Situation gemäß ist der Verzicht darauf, über spätere Investitionen etwas aussagen zu wollen. Das ist gleichbedeutend mit der Anwendung des internen Zinsfuß-Verfahrens.“Google Scholar
  19. 93.
    E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 13.Google Scholar
  20. 94.
    E. Schneider, Wirtschaftlichkeitsrechnung, S. 12. 95 Zur Berechnung des internen Zinsfußes vgl. K. E. Boulding, „The practical Determination of the Rate of Return in the General Case — An Appendix to Time and Investment“, Economica, Bd. 3, 1936, S. 215. —Google Scholar
  21. 94a.
    P. A. Samuelson, Some Aspects of the Pure Theory of Capital, Quart. Journ. of Econ., Bd. 52, 1937, S. 476.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag · Köln und Opladen 1962

Authors and Affiliations

  • Matthias Heister

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