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Das Schmelzverfahren im elektrischen Lichtbogen

  • Bruno Alexander-Katz

Zusammenfassung

Einen geringen Fortschritt zeigten die Versuche, statt des Quarzes Sand als Ausgangsmaterial zu benutzen und das Knallgasgebläse durch den elektrischen Lichtbogen zu ersetzen. Durch größere Wärmeausnutzung und Konzentration der Hitze in größerem Fassungsraum wollte man dickwandige Quarzrohre erzeugen, die alsdann in üblicher Weise vor dem Knallgasgebläse verarbeitet werden sollten. Hier war es Bronn , der zuerst auf die Verarbeitung von Sand, sogenannten Kristallsand, und die Schmelzung im elektrischen Lichtbogen hinwies und auch Shenstone auf die Verwendung von Sand und die enorme Hitze der Lichtbogenöfen aufmerksam machte. Er erkannte, daß es für viele technische Zwecke, bei denen nur die Schwerschmelzbarkeit, Temperatur- und Säurefestigkeit gefordert werden, nicht mehr darauf ankommt, klares durchsichtiges Quarzglas, wie es ganz reiner Bergkristall liefert, herzustellen, daß hier vielmehr auch nicht klare Schmelzprodukte, wie sie aus der Sandschmelze entstehen, hervorragende Verwendung finden können. Tatsächlich war durch die Benutzung des elektrischen Lichtbogens mit seiner enormen Hitze innerhalb eines feuerfesten Schmelzraumes die technische Möglichkeit gegeben, je nach Stromstärke und Ofenfassungsraum beliebig große Sandmassen zu schmelzen. Bronn übertrug seine Erfahrungen in der elektrischen Glasschmelzung, wobei beim Schmelzen von kieselsäurereichen Gemengen im Lichtbogenofen meist opalartig getrübte Gläser entstanden, auf die Quarzglaserzeugung.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1919

Authors and Affiliations

  • Bruno Alexander-Katz
    • 1
  1. 1.Berlin-GörlitzDeutschland

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