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Einleitung

  • Bruno Alexander-Katz

Zusammenfassung

Die Herstellung von Quarzglas oder, wie man technisch richtiger sagt, Quarzgut, ist eine Errungenschaft der jüngsten Technik und gehört zu dem großen Gebiete der Verarbeitung der Kieselsäure, die in Form von Bergkristall, Kieselquarz oder Sand in mehr oder weniger großen Ablagerungen reichlich in der Natur vorkommt. Diese Verbindung des Metalls Silicium (Si) mit Sauerstoff (O) in Form des Siliciumdioxyds (SiO2) bildet den Grundstoff in der Glas erzeugung. Zum Zwecke der Formung wird sie hierbei mit alkalischen Schmelzstoffen wie Soda, Pottasche, alkalischen Erden, Metalloxyden trocken gemengt und durch Erhitzen im Glasschmelzofen — in der Wanne oder im Hafen — bis zu etwa 12000 in einen schmelzflüssigen Zustand gebracht. Das geklärte (geläuterte) Schmelzprodukt wird zu Hohl-, Fenster- und Flaschenglas auf mechanischem Wege oder durch die Kunst des Glasbläsers in bekannter Weise durch Blasen, Walzen, Pressen, Gießen oder Ziehen geformt. Beim Schmelzen entsteht eine Verbindung der Kieselsäure mit den. zugemengten Metalloxyden, Natrium-, Kalium-, Calcium-, Bleioxyd in Form von Silicaten. Wahrscheinlich handelt es sich dabei nicht um eine nach genauen molekularen Verhältnissen zusammengesetzte chemische Verbindung, sondern um eine erstarrte Lösung eines Metallsilicates.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1919

Authors and Affiliations

  • Bruno Alexander-Katz
    • 1
  1. 1.Berlin-GörlitzDeutschland

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