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Der Gefühlsgehalt der Musik

  • Richard Müller-Freienfels
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Zusammenfassung

Mit allen bisherigen Untersuchungen haben wir nur die Voraussetzungen und gewisse Teilwirkungen der Musik kennen gelernt. So wichtig das Klangmaterials und seine Ausgestaltung zu Formgebilden sind, auch beides zusammen macht die Tonerzeugung noch nicht zur Kunst, selbst wenn man noch die unbestimmten und schwer greifbaren Vorstellungen hinzuzieht, die zuweilen von der Phantasie an die Töne herangetragen warden. „Kunst“ im vollen Sinne ist niemals bloß wohlgefällige Reizung der Sinnesorgane ode rein kühlgeistiges Erfassen wohlgeordneter Formen, entscheidend ist, daß in diesen Eindrücken ein seeliches Erleben zum Ausdruck kommt und im Hörer Kraft dessen Einfühlung zur Wirkung gelangt. Dieses die Klangformen durchpulsende Erleben aber ist vor allem ein Gefühls gehalt, der in den Tönen und Formen an sich nicht vorhanden ist, der sich darin nur „ausdrückt“ und vom Hörer herausgefühlt warden muß.

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Notes

Literatur

  1. Allgemeines zur Ausdrückspsychologie: R. Müller-Freienfels: Grundzüge einer Lebenspsychologie, Bd I, 1923; Lebensnahe Charakterkunde 1935;Google Scholar
  2. Klages: Ausdrücksbewegung und Gestaltungskraft 1923;Google Scholar
  3. Schering: Musikalische Bildung und Erziehung zum musikalischen Hören 19244;Google Scholar
  4. Bärwald: Innere Nachahmung und Erinnerungsverklärung auf musikalischem Gebiet, Zs. f. Ästhetik IX; R. Hennig: Charakteristik der Tonarten, Zs. f. Ästhetik XII; Steinitzer: Über die psychologischen Wirkungen musiklischer Formen 1885.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1936

Authors and Affiliations

  • Richard Müller-Freienfels

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