Advertisement

Die Musik im Rahmen der Gesamtkunst

  • Richard Müller-Freienfels
Chapter
  • 46 Downloads

Zusammenfassung

Man hat zuweilen der Wissenschaft, die sich mit schönen Dingen, seine es Blumen oder Kunstwerke, beschäftigt, den Vorwerf genacht, sie zerstöre die Freude an den Gegenständen, die sie ihrer Forschung unterwerfe. Auch die Psychologie der Musik muß dieses Vorwurfs gewärtig sein. Aber er ist nicht berechtigt. Gewiß wird man niemanden, der nur den. Dift einer Blüte naschen und sich naiv ihrer Farben freuen will, zwingen können und wollen, sich anders zu verhalten; aber reicher und tiefer scheint ins doch die Haltung dessen, der auch die geheimnisvollen Kräfte und Gesetze kennen möchte, die das Wunderwerk der Blüten hervorbringen. Die Freude an Duft und Farbe wird dadurch nicht aufgehoben, sondern vertieft. Und ähnlich ist’s, wenn man die Kunst zum Gegenstand der Forschung macht; daßes Leute gibt, denen dabei die naïve Freude am Schönen verloren geht, beweist nicht, daß es überall so sein müsse, und ganz sicher haben weit mehr Menschen durch geschichtliche, ästhetische oder psychologie Betrachtung der Kunst wertvolle Vertiefung ihres Erlebens erfahren. Die Hoffnung, daß das erreicht werde, leitet uns, wenn wir in diesem Buche die seelischen Vorraussetzungen des musikalischen Erlebens aufzudecken suchen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notes

Literatur

  1. Zur ausführlichen Begründung des hier in Zusammendrängung Dargelegten sei verwiesen auf: R. Müller-Freienfels: Psychologie der Kunst. Z Bde., 3. Aufl. (B. G. Teubner. Bd. III gesondert erschienen im Verlag E. Reinhardt, München 1933.) Außerdem vergleiche man die Werke über Äsiheitk von Lipps, Volkelt, K. Groos, Utitz, Dessoir, Meumann usw. Ausführliche Angaben über die neuere Literatur bei E. Meumann, Die Ästhetik der Gegenwart. 4. Aufl. besorgt von R. Müller-Freienfels. 1930.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1936

Authors and Affiliations

  • Richard Müller-Freienfels

There are no affiliations available

Personalised recommendations