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Der Begriff von Politik in System- und Konflikttheorie. Eine vergleichende Extrapolation

  • Karlheinz Messelken

Zusammenfassung

Wennversucht werden soll, aus fremdpsychischen Denkzusammenhängen bestimmte Inhalte, die sich dort nur implizit nachweisen lassen, zu eruierenund auf begriffliche Formeln zu bringen, muß eine vorgängige Vorstellung von ihnen vorausgesetzt sein. Besäße man nicht ein Suchmodell (1) von ihnen, wäre es gar nicht möglich, diese Inhalte, die ja nicht eigens definiert sind und also aus ihrer Umgebung auch nicht besonders hervortreten, überhaupt wahrzunehmen. Man würde über sie, wo sie in einem schriftlich fixierten Kontext stehen, ebenso hinweglesen, wie der Autor über sie hinweggedacht hat, sei es weil es ihm im Gange seiner Arbeit nicht darauf ankam, sie besonders kenntlich zu machen, oder sei es weil er sich ihrer selbst nicht voll bewußt war. Einen solchen Bewußtseinsmangelaufdecken, heißt nicht einen Denkfehler feststellen; vielmehr kann es menschliches Denken ohne solchen Mangel gar nicht geben. Da Denken nur als Denken bestimmter Gegenstände zu sein vermag, ist es zugleich immer Vernachlässigung anderer bestimmter Gegenstände, die entweder zu bloßem Hintergrund abgeschattet sind, wo sie dann freilich die Bedingung der Möglichkeit schärfer konturierter Denkfiguren bilden, oder die zwar in die kompositorische Idee eines Denkgebäudes gehören, aber wegender zeitlichen Begrenzung, die jedem menschlichen Geist gesetzt ist, nur auf Kosten anderer Gegenstände auszuführen wären.

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Anmerkungen

  1. 1).
    Der Begriff des Suchmodells ist von der Denkpsychologie im einzelnen entfaltet worden. R. Bergius führt im Zusammenhang des Lösens von Problemen zu ihm aus: “Eine taugliche Präzisierung der Forderungen — die Zielanalyse — führt zum notwendigen Signalelement oder zu einem ‘ Suchmodell’ , das durch Resonanzwirkung jene im Material gegebenen Objekte, Eigenschaften und Beziehungen hervortreten läßt, die zur Lösung erforderlich sind. Was Resonanz ist, dürfte durch die Analyse des Erinnerungsgeschehens deutlich gemacht werden. “ (K. Gottschaldt u. a. (Hrsg.), “Handbuch der Psychologie”, Band I, 2. Halbband, Göttingen 1964, S.532.Google Scholar
  2. 2).
    “Herrschaftsordnung und Gesellschaftsstruktur”, in: “Schmollers Jahrbuch”, LXXI (1951), S. 293.Google Scholar
  3. 3).
    E. Fraenkel u. K. D. Bracher (Hrsg.), “Staat und Politik”, Fischer-Lexikon, Bd. 2, S. 345.Google Scholar
  4. 4).
    M. Freund, Artikel “Politik”, in: E. v. Beckerath (Hrsg.), “Handwörterbuch der Sozialwissenschaften”, Band 8, Stuttgart/Tübingen/Göttingen 1964, S. 356.Google Scholar
  5. 5).
    “Staatssoziologie” (Hrsg. : J. Winkelmann), Berlin 1956, S. 27.Google Scholar
  6. 6).
    Kurt Sontheimer, “Zum Begriff der Macht als Grundkategorie der politischen Wissenschaft”, in: D. Oberndörfer (Hrsg.), “Wissenschaftliche Politik. Eine Einführung in Grundfragen ihrer Tradition und Theorie”, Freiburg 1962, S. 198.Google Scholar
  7. 7).
    H. D. Lasswellu. A. Kaplan, “Power and Society”, New Haven (Conn.) 1950, S. XIV.Google Scholar
  8. 8).
    C.J. Friedrich, “Die Politische Wissenschaft”, Freiburg/München 1961, S. 6 f.Google Scholar
  9. 9).
    Vgl. dazu K. Sontheimer, “Zum Begriff der Macht als Grundkategorie der politischen Wissenschaft”, a.a.O., S. 198 ff.Google Scholar
  10. 10).
    “Staatssoziologie”, a.a.O., S. 27.Google Scholar
  11. 11).
    “Politik und praktische Philosophie”, Neuwied 1963, S. 16.Google Scholar
  12. 12).
  13. 13).
    Unter diesem Titel ist eine Sammlung von Aufsätzen von ihm erschienen: Köln und Opladen 1964.Google Scholar
  14. 14).
    D. Oberndörfer, “Politik als praktische Wissenschaft”, in: D. Oberndörfer (Hrsg.), “Wissenschaftliche Politik. Eine Einführung in Grundfragen ihrer Tradition und Theorie”, a.a.O. , S. 29.Google Scholar
  15. 15).
    Unter Berufung auf Schelsky lehnt Oberndörfer z. B. die in der dialektischen Soziologie der Frankfurter Schule zum Ausdruck kommende Haltung ab, eine nur als Denkmöglichkeit zu begründende “befreite Gesellschaft”, zu deren Realisierung keine handhabbaren Mittel anzugeben sind, zum Maßstab der sozialen Wirklichkeit zu machen, weil man so “in der Regel über die bloß negative Kritik man am ‘Bestehenden’ zu einer inhaltlich konkreten Bestimmung des Wünschbaren und Möglichen nicht vordringen” (ebd. S. 22) könne.Google Scholar
  16. 16).
    Ebd. S.21.Google Scholar
  17. 17).
    In diesem Vergleich wird sichtbar, in welchem Maße das Gesellschaftsbild, das Parsons’ soziales System entwirft, mit einem von Th. Priker geprägten Begriff (vgl. “Von der Herrschaft über Menschen zur Verwaltung der Dinge”, in: “Archives Europeennes de Sociologie”, V, 1 (1964) als “kybernetische Utopie” zu verstehen ist.Google Scholar
  18. 18).
    Die Funktion des Großhirns, die hier — um in auf das Parsonssche Denken durchaus passenden Bildern zu sprechen — dem Subsystem “polity” zuerkannt wird, impliziert natürlich einen Führungsanspruch. Gelegentlich bringt Parsons dies auch zum Ausdruck: “... a political system is by definition characterized by the primacy of commitment to the attainment of collective goals. Hence there should be the a special primacy of the goal-attainment subsystem, which is not a quality of all types of social systems. In the broadest termes, this subsystem may be called the ‘leadership’ subsystem” (“The Political Aspect of Social Structure and Process”, a.a.O. , S. 94). Die Großhirnfunktion des politischen Systems im Gesellschaftskörper ist dabei eine phylogenetisch späte. Primitive Gesellschaften kommen ohne sie aus, so wie niedriges Leben ohne ein kortikales System auskommt. Mit der Entwicklung (= Differenzierung und Komplexierung) bilden sich dann erste unterscheidbare Regulierungsinstanzen im Drüsensystem und Hinterhirn aus, erstes dumpfes Bewußtsein-im Stammhirn und schließlich die volle Be-wußtheit der Rationalität im Großhirn. Durchaus analog zu dieser Entwicklungstheorie der Biologie — und durchaus nicht ohne Plausibilität — scheint Parsons die gesellschaftliche Entwicklung zu verstehen, die ihm als Evolution — und zwar in einer als Rationalisierung zu bezeichnenden Richtung — gilt.Google Scholar
  19. 19).
    Die Funktion der Politik besteht also primär in solcher Zielermöglichung und Zielsetzung für das System und nicht — wie Parsons sich selbst bisweilen mißzuver-stehen scheint — in Zielverwirklichung als kurzfristigem goal-attainment. In solchem Mißverständnis seiner selbst verfällt er in vulgärmarxistische Vorstellungen; er scheint darin nämlich der Wirtschaft eine Basisqualität zuzusprechen, in der sie das System langfristig — und eigentlich bewußtlos — determiniere, so daß die Eigenart der Politik dann in kurzfristigen, hie et nunc erforderlich werdenden Entscheidungen zu suchen wäre. Seit aber gerade der Marxismus die Blindheit des sozialenProzesses, der als Resultat der wirtschaftlichen Einzelaktionen zustande kommt, aufgehellt hat (seit z. B. Marx den Krisenzyklus als Folge der von ihm als Produktionsanarchie charakterisierten kapitalistischen Wirtschaftsund besonders Investitionsweise bestimmt hat), ist Gesellschaftspolitik möglich geworden, die die Wirtschaft ihren Zielen dienstbar macht. Daß Parsons die amerikanische Gesellschaft der Gegenwart als im Wandel von zunächst wirt-schaftlich determinierter Organisation zu politisch determinierter begriffen versteht (s. dazu unten S. 166 ff.), macht offenkundig, daß er hinter sich selbst zurückgeht, wenn er Politik mit goal-attainment als kurzfristigem Planen und Entscheiden gleichsetzt. Kurzfristig ist vielmehr das wirtschaftliche Planen und Entscheiden. Daß das Wirtschaften als ein unmittelbar lebenswichtiges und entsprechend aus unversiegbarer Triebenergie gespeistes Handeln dann natürlich doch wieder gestaltende Kraft ist, insofern die in der Arbeitserfahrung sich ent-wickelnden produktiveren Werkzeuge und rationelleren Kooperationsmethoden verändernd auch in alle anderen gesellschaftlichen Bereiche ausstrahlen, kann dabei in diesem Zusammenhang ganz unberücksichtigt bleiben. Denn die Entwicklung der produktiven Kraft des Menschen, in der Marx — neben dem davon auch nicht unabhängigen Klassenkampf — die eigentliche Dynamis des gesellschaftlichen Prozesses erkannt hat, wird überhaupt nicht geplant und entschieden, sondern stellt sich als Resultat aller sozialen Ko- und Antioperationen ein, ohne daß sie irgendwelchen bestimmbaren Größen innerhalb des Gesamtzusammenhangs als besondere Leistung anzurechnen wäre.Google Scholar
  20. 20).
    Zur Kritik daran vgl. R. Aron, “Macht, Power, Puissance: prose democratique oupoesie demoniaque? “, in: “Archives Europeennes De Sociologie”, V, 1 (1964).Google Scholar
  21. 21).
    Ob es sich dabei in der umgebenden Natur um physikalische Erscheinungen (z. B. in einer Küstenlandschaft um potentielle Meereseinbrüche), um zoologische Erscheinungen (z. B. in Siedlungen am Rande von Urwäldern um gefährliche Tierarten) oder um menschliche Erscheinungen handelt, also um gleichartige Lebewesen, die aber der betreffenden Gesellschaft nicht angehören, in ihrem Sinne deshalb auch nicht sozialisiert sind und daher jeder Zeit zu feindlichen Aktionen bereit sein könnten), macht für das Objekt einer nach außen gerichteten Politik keinen grundsätzlichen Unterschied aus. Umgekehrt formuliert: eine Theorie des sozialen Systems, die ohne die Annahme der Existenz auch anderer sozialer Sy-steme auskommt, degradiert zumindest virtuell die Menschen, die erfahrungsgemäß eben doch außerhalb angetroffen werden, zu bloßer Umwelt, d.h. bloßer Natur. Auf der Stufe des politischen Bewußtseins der Völker könnte sich dies mit der Selbsteinschätzung “zivilisiert” und der Einschätzung derer, die eine fremde Sprache sprechen, als Barbaren decken, einer Einschätzung also, wie sie von den Griechen überliefert ist und jüngst in der Vorstellung von den slawischen Untermenschen bei uns aktualisiert wurde.Google Scholar
  22. 22).
    S. dazu die Ausführungen oben S. 72 ff.Google Scholar
  23. 23).
    Es ist übrigens symptomatisch, für Parsons’ Denkweise, daß er den Begriff der Ideologie als eines unangemessenen Bewußtseins niemals auf die integrativen Ideensysteme anwendet; da sie ja zur Hinnahme der bestehenden Ordnung auffordern, insofern die Geltung der kulturellen Normen stabilisieren und damit für die Bestandsmöglichkeit von Gesellschaft überhaupt vorausgesetzt sind, können sie für Parsons kein Gegenstand kritischer Durchleuchtung sein. Wohl aber trifft das Verdikt des Ideologischen solche Ideensysteme, die wegen ihrer Radikalität nicht allgemein akzeptabel sind — also wohl in der Regel solche, die sich an den mit den kulturellen Normen zu vereinbarenden sozialen Unterschieden in den Lebenschancen stoßen und deren Beseitigung verlangen — und infolgedessen soziale Spannungen verschulden: “At this point, certain well known generalizations about ideologies can be brought to bear. Ideologies combine an evaluative and an empirical element in the diagnosis of social situations. Because of evaluative pressures, they tend toward selectivity, and sometimes toward outright distortion, both in stating the case of the proponents and attacking that of the opponents” (T. Parsons, “Some Reflections on the Place of Force in Social Process”, a.a.O., S. 66). Es liegt auf der Hand, daß sich ein solcher Ideologiebegriff ausgezeichnet auf appellative Klassenkampflehren, kaum jedoch auf appellative Gemeinschaftslehren anwenden läßt.Google Scholar
  24. 24).
    Darüber hinaus wäre hier alles das zu nennen, was von der christlichen Philosophie des Mittelalters ebenso wie von der Aufklärungsphilosophie der Neuzeit als menschliches Naturrecht bestimmt worden ist.Google Scholar
  25. 25).
    Zumindest jedoch kann behauptet werden, daß Parsons in Bezug auf die Wertfreiheit bei dem groben positivistischen Denkschema stehenbleibt, demzufolge ihre Geltungsbasis von ihrer genetischen Basis sauber zu trennen sei.Google Scholar
  26. 26).
    Der Begriff der Wirklichkeitswissenschaft ist hier natürlich nicht in dem Sinne gebraucht, wie ihn H. Freyer verwendet, um Soziologie vor allem von den Logoswissenschaften abzugrenzen (vgl. “Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft”, Leipzig/Berlin 1930). Im Freyerschen Sinne ist Parsons’ Soziologie zweifellos weit davon entfernt, Wirklichkeitswissenschaft zu sein. “Die doppelte Beziehung der Soziologie zur Geschichte (ebd. S. 144), von der Freyer sagt, sie “historisiert die Soziologie bis in alle Kategorien hinein” (ebd.), geht ihr bei Parsons, der ja gerade in Raum-Zeit-Invarianzen, also dem, was nicht durch geschichtlichen Bezug geprägt ist, die Basis der gesellschaftlichen Beziehungen sucht, jedenfalls völlig ab.Google Scholar
  27. 27).
    Paris 1955. Im Folgenden wird auf die deutsche Übersetzung zurückgegriffen: “Über Souveränität. Auf der Suche nach dem Gemeinschaftswohl”, Neuwied u. Berlin 1963.Google Scholar
  28. 28).
    Ebd. S. 133.Google Scholar
  29. 29).
    Ebd. S. 135.Google Scholar
  30. 30).
    Ebd. S. 139.Google Scholar
  31. 31).
    Von ihm heißt es: “Der Sozialzustand ist . . . nichts anderes als ein Zustand, in dem die einzelnen exekutiven Gewalten nicht zum gegenseitigen Nachteil, sondern zum gegenseitigen Vorteil gebraucht werden” (ebd. S. 141).Google Scholar
  32. 32).
    Darüber hinaus hat die Sprache Parsons’ mit der Mathematik allerdings auch das Tautologische ihrer Aussagen gemeinsam.Google Scholar
  33. 33).
    Ebd. S. 143.Google Scholar
  34. 34).
    Ebd. S. 38.Google Scholar
  35. 35).
    Über den Zusammenhang von funktionalistischer Theorie und politischer Friedensordnung vgl. Ch. von Krockow, “Soziologie des Friedens. Drei Abhandlungen zur Problematik des Ost-West-Konflikts”, Gütersloh 1962, dortinsbes. die zweite Abhandlung: “Zur soziologischen Theorie des Friedens”, S. 79 ff. ;Google Scholar
  36. 35a).
    vgl. dazu ferner R. Bosc, “Sociologiede la paix”, Paris 1965, dort insbes. S. 110 ff.Google Scholar
  37. 35b).
    Eine ungewöhnliche “empirische” Untersuchung zu diesem Thema bietet J. P. Sewell, “Functionalism and World Politics”, Princeton (N.J.) 1966; der Funktionalismusbegriff, mit dem hier gearbeitet wird, stammt zwar aus der Politikwissen-schaft, wird aber an einigen Stellen auch durch Rückgriff auf die Soziologie, z. B. auf Parsons, abgestützt. Sewell geht von der These aus, “a ‘functional approach’ to international organization holds that the most desirable route to international community-building proceeds gradually from initial transnational cooperation in the solution of common problems” (S. 3). Diese These erläutert er durch die Rückfrage: “is peace the aim? “ und unterstreicht sie mit der Antwort: “Its foundation must be laid by piecemeal international efforts in commonly recognized transnational problem areas which are readily adaptable to procedures shaped and accepted by modern man. This is the functionalist plea” (ebd.). Vom Boden dieser These aus untersucht Sewell dann, inwieweit internationale Organisationen im Rahmen der Vereinten Nationen vor allem mit finanz- und wirtschaftspolitischen Entwicklungsprogrammen zu “solution of common problems” und damit zu einer Welt-Friedensordnung beigetragen haben. Seine Ergebnisse geben wenig An-laß zu Optimismus.Google Scholar
  38. 36).
    “Anthropologische Forschung”, Hamburg 1961, S. 140.Google Scholar
  39. 37).
    Beispiele für derartige Kleingruppenforschung bieten die Analyse von Schulklassen, die den bevorzugten Gegenstand der Soziometrie ausmachen, die Analyse von F erienlagerbelegschaften, an denen die gestalttheoretisch geprägte Gruppendynamik ihr Experimentierfeld gefunden hat, und die Analyse von Sportmannschaften und insbesondere Sportbootbesatzungen, die viel Aufmerksamkeit der gegenwärtigen deutschen Soziologie absorbieren.Google Scholar
  40. 38).
    S. unten S. 198 Anm. 81.Google Scholar
  41. 39).
    Daß die Ermittlung unrechtmäßiger Handlungen in Privatrechtsbeziehungen wie auch die Ermittlung strafrechtlich zu verfolgender Handlungen und daß ferner die Vollstreckung der gerichtlichen Entscheidungen niemals oder nur gelegentlich zu den Aufgaben einer in der Staatsbürokratie genau definierten Behörde Justiz gehören, kann hier übersehen werden, da der Begriff in diesem Zusammenhang nicht in seiner juristischen, sondern in seiner soziologischen Bedeutung zu verstehen ist. Inder soziologischen Bedeutung aber gehörenlnstitutionen, die auf die Durchsetzung des Rechts unmittelbar funktional bezogen sind, sicherlich auch zur Justiz.Google Scholar
  42. 40).
    Zur Kritik daran vgl. H. Schelsky, “ Auf der Suche nach Wirklichkeit”, a.a.O., S. 378 ff.Google Scholar
  43. 41).
    “Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre”, a.a.O., S. 503.Google Scholar
  44. 42).
  45. 43).
    Zitiert nach B. de Jouvenel, “Über Souveränität. Auf der Suche nach Gemeinwohl”, a.a.O. , S. 136.Google Scholar
  46. 44).
    Nichts anderes bedeutet es, wenn z. B. Lasswell in dem Prozeß der Macht, den er als Gegenstand der politischen Wissenschaft auffaßt, einen vom allgemeinen gesellschaftlichen Lebensprozeß nicht zu sondernden Teil sieht. Vgl. dazu “Power and Society”, a.a.O., S. XVII f.Google Scholar
  47. 45).
    Zu diesem Charakter der Schmittschen Politiklehre vgl. G. Lukäcs, “Die Zerstörung der Vernunft”, Berlin 1955, S. 516 ff.Google Scholar
  48. 46).
    “Der Begriff des Politischen”, zuerst 1932, wiedererschienen Berlin 1963, S. 24.Google Scholar
  49. 47).
  50. 48).
    Ebd. S.21.Google Scholar
  51. 49).
    Ebd. S.26 f.Google Scholar
  52. 50).
    Z. B. : “Die seinsmäßige Sachlichkeit und Selbständigkeit des Politischen zeigt sich schon in dieser Möglichkeit, einen derartig spezifischen Gegensatz wie Freund-Feind von anderen Unterscheidungen zu trennen und als etwas Selbständiges zu begreifen” (ebd. S. 28).Google Scholar
  53. 51).
    Ebd. S; 33.Google Scholar
  54. 52).
  55. 53).
  56. 54).
    Ebd. S. 32.Google Scholar
  57. 55).
    Ebd. S.46 f.Google Scholar
  58. 56).
    Ebd. S. 54.Google Scholar
  59. 57).
    Vgl. dazu etwa “Grundriß der Soziologie”, Wien 1905, S. 155 ff. Sind Gumplowiczs Bermerkungenhier vorwiegend methologisch gemeint, sohaben sie doch auch eine inhaltliche Seite: Skepsis gegenüber der Möglichkeit einer politisch organisierten Menschheit. Der ewige Rassenkampf scheint nach ihm vielmehr ihr Schicksal zu sein. Vgl. dazu insbesondere “Soziologische Essays. Soziologie und Politik”, Innsbruck 1928, S. 186 ff.Google Scholar
  60. 58).
    “Der Begriff des Politischen”, a.a.O., S. 55.Google Scholar
  61. 59).
    Ebd. S. 54.Google Scholar
  62. 60).
    Ebd. S. 55.Google Scholar
  63. 61).
    Ebd. S. 61.Google Scholar
  64. 62).
    Ebd. S. 60.Google Scholar
  65. 63).
    Ebd. S. 69 f.Google Scholar
  66. 64).
    Ebd. S.54.Google Scholar
  67. 65).
    Vgl. dazu desnäheren H. Marcuse, “Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung”, zuerst in: “Zeitschrift für Sozialforschung” (Paris) III, 2 (1934); wiedererschienen in: “Kultur und Gesellschaft”, Frankfurt/Main 1965.Google Scholar
  68. 66).
    “Der Begriff des Politischen” a. a. O. , S. 50.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Köln und Opladen 1968

Authors and Affiliations

  • Karlheinz Messelken

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