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Allgemeiner Überblick

  • Paul Eversheim
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Zusammenfassung

Seit Jahrhunderten ist bekannt, daß Licht im allgemeinen nicht aus einer einzigen bestimmten Strahlengattung besteht, vielmehr zusammengesetzt ist aus vielen einzelnen Strahlen von verschiedener Wellenlänge Newton zerlegte im Jahre 1666 das Sonnenlicht in seine Bestandteile, indem er die verschiedenartige Brechung der im Sonnenlicht vereinigten Strahlen benutzte, um diese zu trennen. Als brechendes Medium diente ihm ein prismatischer Körper aus Glas, das sogenannte Prisma. Er gelangte so zur Aufstellung der bekannten Farbenskala rot bis violett des weißen Lichtes. Vie] später, im Anfang des 19. Jahrhunderts, wurde durch Fraunhofer ein anderes Mittel in die Wissenschaft eingeführt, um das Licht in seine Bestandteile aufzulösen: das Beugungsgitter1). Hier beruht die Zerlegung des Lichtes auf Beugung und Interferenz. Das Gitter weist dem Prisma gegenüber mancherlei Vorteile auf; das mit diesem entworfene Spektrum zeigt keine einfache Beziehung zwischen Wellenlänge und Ablenkung der gebrochenen Strahlen, „der Dispersion“, diese ist vielmehr im langwelligen Teile des Spektrums viel geringer als im kurzwelligen, wohingegen bei dem Beugungsgitter die Ablenkung proportional der Dispersion erfolgt, wir erhalten ein sogenanntes normales Spektrum. Das Gitter bietet somit ein weitaus besseres Mittel zur Untersuchung des Lichtes, nicht nur um Spektren der verschiedenen Lichtquellen zu erforschen, sondern vor allem um die Wellenlänge der einzelnen Strahlen zu messen. Namentlich in denjenigen Gebieten der Emission, wo die Strahlen dem Auge nicht wahrnehmbar sind, im unsichtbaren ultravioletten und ultraroten Teile des Spektrums leistet das Gitter der Wissenschaft die wertvollsten Dienste. Gleichwohl ist auch das Prisma für gewisse Spezialuntersuchungen nicht zu entbehren, wir werden uns damit in einem späteren Abschnitt noch eingehender beschäftigen.

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Notes

Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1926

Authors and Affiliations

  • Paul Eversheim
    • 1
  1. 1.Universität BonnBonnDeutschland

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