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Die Violinkunst in Frankreich (Fortsetzung)

  • Paul Stoeving

Zusammenfassung

Viotti nannte Gavini6s einmal den französischen Tartini. Mit grösserem Rechte hätte Frankreich das Kompliment auf Viotti selbst anwenden können; denn obwohl der Meister in Italien geboren war, schenkte er doch die Früchte seines gereiften Talentes nicht seinem Heimatlande, sondern dessen Nachbarlande Frankreich. Mit Viotti schlüpfte der grösste und beste Teil der künstlerischen Erbschaft Corellis, Tartinis und Pugnanis über die italienische Grenze. Während er daheim kaum bekannt war, wurde Viotti, nicht wie Tartini „il maestro delle Nazione“ — sondern „le maitre de la gfande nation“. In Frankreich erreichte sein Genie seinen Höhepunkt; in Frankreich war er geliebt, angebetet, verzogen; in Frankreich war er glücklich ehe das Missgeschick ihn traf; und in Frankreich lehrte er auch und hinter-liess einen Kreis von begabten, ihm ergebenen Schülern, die nicht nur sein eigenes Vorbild und seine Vorschriften, sondern auch die auf ihn übertragenen Überlieferungen einer klassischen Vergangen¬heit treulich bewahrten.

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Referenzen

  1. Im Verein mit Rode und Kreutzer herausgegeben.Google Scholar
  2. Francois Antoine Habeneck (1781—1849), General-Inspektor und Professor am Conservatoire machte sich unter anderem als Dirigent der berühmten Conservatoire-Konzerte um die Einführung Beethovenscher Symphonien in Paris verdient.Google Scholar
  3. Man wird sich erinnern, dass der Lehrer de BSriots, Andre* Robberechts, ein Schüler Viottis war — während Massart durch Kreutzer, Leonard durch Habenek (Baillot) auf Viotti ihre Ausbildung zurückführten.Google Scholar
  4. Dies ist als „beziehentlich“ niedrig zu verstehen, denn die Lage des Oberarms, Ellenbogens und Vorarms wechselt natürlich mit jeder Saite. Sieh „The Art of Violin bowing“, Paul Stoeving, London.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1913

Authors and Affiliations

  • Paul Stoeving
    • 1
  1. 1.Guildhall School und Trinity College of MusicLondonUK

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