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Tradition und der Gelehrte

  • Paul Stoeving
Chapter

Zusammenfassung

Nachdem ein gewisser Gelehrter*) lange genug in „Dame Evidence“ gedrungen hatte, ihm den Ursprung der Bogeninstrumente zu verraten, ohne sie seinen Wünschen geneigt zu machen, schaute er sich nach der anderen Tochter des alten Königs Kronos um, der schöneren mit den Augen halb einer Sphinx und halb eines Kindes und mit der Stimme wie das Plätschern ferner Wasser: „Tradition“. Es gibt nur wenige Länder, wo sie noch zu finden ist. Vor alter, alter Zeit verliess sie das einst heilige Niltal, aus dem selbst die Schatten der Götter, ihrer einstmaligen Freunde, geflohen sind und nur noch die Pyramiden wie ewige Ausrufungszeichen der Vergänglichkeit in einen blauen, wolkenlosen Himmel ragen. Auch von den öden Hügeln und Ebenen, unter denen Babylon und Ninive und Ur begraben liegen, ist sie lange, lange gewichen; und China vermeidet sie aus eignen Gründen.

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Referenzen

  1. Ich glaube, dass F. J. Fétis der erste war, der die Aufmerksamkeit auf Indien als die wahrscheinliche Urheimat der Bogeninstrumente lenkte, obwohl er die Anregung dazu durch Sonnerats Voyage aux Indes empfangen haben mag.Google Scholar
  2. Eine Art wandernder Eremiten.Google Scholar
  3. Notice of Stradivarius, by F. J. F6tis; translated by John Bishop, London 1864.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1913

Authors and Affiliations

  • Paul Stoeving
    • 1
  1. 1.Guildhall School und Trinity College of MusicLondonUK

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