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Präludium

  • Paul Stoeving

Zusammenfassung

Corelli wird gewöhnlich der Vater und Gründer des künstlerischen Geigenspiels genannt. In der Hauptsache ist dies zutreffend, denn obgleich Gasper da Salo und Andrea Amati gelebt und Geigen gemacht hatten, und das Violinspiel infolgedessen lange vor Corellis Geburt betrieben worden sein muss, so gibt es doch keinen Vorgänger oder Zeitgenossen des italienischen Meisters der denselben rechtmässigen Anspruch auf diese Auszeichnung machen könnte. Es war Corelli, der „fiedeln“ zu der Würde einer Kunst erhob, der es (wenigstens in Italien) von den letzten mittelalterlichen Schenken- und Strolchtum-Schlacken befreite. Er löste den Fiedler von dem ihm noch immer anhaftenden üblen Geruch der Marktschreierei und der Vorliebe für starke Getränke und machte einen Platz für ihn auf einer der Hinterbänke im Olymp frei.

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Referenzen

  1. Die im Anhange angeführte Tonleiter eines 3saitigen Rebecs vom 13. Jahrhundert spricht fur diese Annahme. Schon Jerome von Moravia (13. Jahrh.) gibt eine bestimmte ausführbare Folge von 10 Tönen auf der 2 saitigen Rubeba. Siehe Rublmanns Geschichte der Bogeninstrumente.Google Scholar
  2. Das Griffbrett ist wie das der Guitarre eingeteilt, d. ta. die Stellen, wo die Finger aufgesetzt werden sollen, sind mittels erhabener Metall- oder Holzstäbchen markiert.Google Scholar
  3. Tonkünstlerlexikon.Google Scholar
  4. Unter anderen Gerhard Dow’s (1613–75) berrühmtes Gemä in Dresden, „Der Geigenspieler“.Google Scholar
  5. Da Corelli 4 Jahre vor Bassani geboren ist, erscheint es einigermassen unklar, wie er des letzteren Schüler gewesen sein kann.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1913

Authors and Affiliations

  • Paul Stoeving
    • 1
  1. 1.Guildhall School und Trinity College of MusicLondonUK

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