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Jakobus Stainer

  • Paul Stoeving

Zusammenfassung

Wir verlassen für eine Weile diesen seltenen Kreis von Cremoneser Meistern, über den das Genie Stradivaris seinen Glanz zu werfen im Begriff steht, und indem wir unsere Schritte zum Anfange des 17. Jahrhunderts zurückwenden, wandern wir durch die hohen, schneeigen, in der Sonne glitzernden Pforten gen Norden dem österreichischen Tyrol zu. Ungefähr zwei Meilen von seiner alten Hauptstadt Innsbruck gelangt man, wenn man dem Bette des Inn folgt, an eine kleine Stadt mit Namen Hall; nahebei liegt ein kleines Dorf. Dies ist Absam, und hier wurde im Jahre 1621 geboren, hier lebte und starb Jakobus Stainer.

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Referenzen

  1. Siehe S. Ruf.Google Scholar
  2. Er soll seine Geigen fur 12 Mark verkauft haben.Google Scholar
  3. Es ging früher die Rede, welche auch F6tis in seinem Werke Stradivari wiederholt, dass Stainer nach dem Tode seiner Frau sich in ein nahes Benediktinerkloster zurückzog und da den Rest seiner Tage verbrachte. Hier soll er auch den Gedanken gefasst haben, sein Lebenswerk mit der Erbauung von zwölf Meisterviolinen zu krönen, die er an die zwölf Kurfürsten des Reiches sandte. Vielleicht war dies die poe-tische Version von des armen Mannes verzweifelten An-strengungen entweder vor oder nach dem Gesuch an den Kaiser, Geld aufzubringen, um damit seine Schulden zu bezahlen. Wenn das wahr wäre, wenn er wirklich die Herzen der zwölf Fürsten durch eine solche zart versteckte Bitte ver-geblich zu rühren versucht hätte, würde solcher Misserfolg Stainers Schicksal nur um so pathetischer und die Zeiten um so grausamer erscheinen lassen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1913

Authors and Affiliations

  • Paul Stoeving
    • 1
  1. 1.Guildhall School und Trinity College of MusicLondonUK

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