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Zusammenfassung

Die Untersuchung des Gebetbüchleins der Herzogin Dorothea von Preußen hat zu einer Reihe von Ergebnissen geführt, die nunmehr das Werk theologisch, kunstgeschichtlich und allgemein historisch in seine Zeit einordnen lassen:
  1. 1.

    Die Texte wurden zum größten Teil bereits gedruckten Vorlagen entnommen; bei einigen konnte die Verfasserschaft Herzog Albrechts ermittelt werden. Das Gebetbüchlein kann damit in die Reihe der von Luther und Spalatin beeinflußten Gebets Sammlungen eingeordnet werden.

     
  2. 2.

    Die Veröffentlichung der Sammlung „Feürzeüg Christenlicher Andacht“ (Nürnberg 1537) geht auf das preußische Herzogspaar zurück; dadurch haben Texte unseres Gebetbüchleins eine weite Verbreitung durch den Druck gefunden und sind zu festen Bestandteilen der evangelischen Gebetsliteratur des 16. Jahrhunderts geworden.

     
  3. 3.

    Der Werkstatt des Miniaturisten Nikolaus Glockendon in Nürnberg konnte ein weiteres Werk von reizvoller Feinheit zugewiesen werden. Das Gebetbüchlein erweist sich damit als ein neues Zeugnis für die engen kulturellen Beziehungen zwischen Nürnberg und Königsberg.

     
  4. 4.

    Die Formen der alten Kirche und der Heiligenkulte leben unbefangen und ungebrochen in den bildlichen Darstellungen weiter — ein anschauliches Beispiel für die christliche Kontinuität im Frühprotestantismus und für die noch nicht verhärtete Dogmatik der vorschmalkaldischen Zeit.

     

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1966

Authors and Affiliations

  • Iselin Gundermann

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