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Anodische Perlen und Raumsäulen

  • Walter Weizel
  • Hermann Hornberg
Part of the Forschungsberichte des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums Nordrhein-Westfalen book series (FWV, volume 335)

Zusammenfassung

Bei Entladungen, welche bei ziemlich hohem Druck (1o Torr und mehr), mit großem Elektrodenabstand, hoher Stromdichte und Anoden von geringer Größe oder Anoden mit einem gegen die Kathode hervorragenden Teil betrieben werden, bildet sich oft eine einzige anodische Perle aus, welche am Rande der Anode oder auf dem hervorragenden Teil sitzt. Steigert man Stromdichte, Druck und Elektrodenabstand weiter, so nimmt die Perle allmählich Tropfenform an, wobei ihre scharfe Begrenzung gegen den FARADAYschen Dunkelraum mehr und mehr verloren geht. Schließlich wächst ein ziemlich diffuses büschel- oder pinselförmiges Entladungsgebilde aus der Perle heraus und auf das kathodische Glimmlicht zu. Diese Entladungserscheinung besitzt nur mäßige Leuchtkraft. In ihr konzentriert sich aber der Hauptteil des Stromes zwischen Anode und negativem Glimmlicht (Abb. 5). Es handelt sich also um eine Art positiver Säule, welche allerdings ganz frei im Raume steht, und die wir deshalb als Raumsäule bezeichnen wollen. Charakteristisch für diese Raumsäulen ist, daß sie sich nur bei verhältnismäßig hohem Druck und großem Elektrodenabstand bilden und meist aus einer anodischen Perle hervorwachsen. Verkleinert man Druck oder Elektrodenabstand, so verliert die Raumsäule an Intensität und schrumpft schließlich zusammen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1956

Authors and Affiliations

  • Walter Weizel
    • 1
  • Hermann Hornberg
    • 1
  1. 1.Institut für theoretische PhysikUniversität BonnDeutschland

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