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Modellvorstellungen zum Übergang Laminar-Turbulent

  • Rudolf Wille
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Part of the Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AFLNW, volume 72)

Zusammenfassung

Das Problem der Entstehung der turbulenten Strömung aus der laminaren wird seit rund 80 Jahren experimentell und theoretisch behandelt. Ausgangspunkt ist der klassische Reynoldssche Farbfadenversuch der Rohrströmung1. Dieses Experiment wird heute in jeder Vorlesung über Strömungslehre vorgeführt. Abbildung 1 zeigt den laminaren Strömungszustand : Der in der Wasserströmung mitlaufende Farbfaden fließt ungestört und mischt sich mit der Umgebung nur durch Molekulardiffusion. Abbildung 2 zeigt den turbulenten Strömungszustand. Die Farbe wird durch Querbewegungen über den gesamten Rohrquerschnitt verteilt. In dem hier dargestellten Abschnitt der Versuchsstrecke wurde der Übergang zur turbulenten Strömung durch Steigerung der Geschwindigkeit erreicht. Das Einsetzen der Turbulenz erfolgte nicht plötzlich, sondern es gibt einen breiten Bereich der Geschwindigkeit, in dem, für den festgehaltenen Ort, laminare und turbulente Strömungszustände zeitlich wechseln. Man spricht in dieser Hinsicht von einem „Übergangsgebiet“ der Geschwindigkeit oder der Reynoldsschen Zahl. Dieser Geschwindigkeitsbereich bereitet dem Rohrleitungsingenieur erhebliche Schwierigkeiten, da den wechselnden Strömungszuständen nur sehr unsichere Verlustbeiwerte zugeordnet sind.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag · Köln und Opladen 1960

Authors and Affiliations

  • Rudolf Wille
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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