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Zusammenfassung

Aber nicht nur die schweren Alkohole, an ihrer Spitze der Methylalkohol, sind für die menschliche Gesundheit als geistige Getränke gefährlich, in ähnlichem Maße vielmehr eine Gruppe von Substanzen, welche unter dem Namen Branntweinschärfen bekannt sind. Sie werden Likören und Branntweinen zugesetzt, um denselben ein besonderes Aroma, eine besonders berauschende Wirkung zu geben. Der Schnapstrinker bildet sich ein, besonders guten Branntwein vor sich zu haben, wenn diese Branntweinschärfen, welche ein ätzendes Gefühl im Munde machen, sich in seinem Getränk befinden. Eine Reihe dieser Substanzen sind in den aus den Naturprodukten gewonnenen Likören zwar vorhanden, jedoch in solchen Mengen, daß akute Vergiftungen, Massenerkrankungen ausgeschlossen sind. Demgegenüber bestehen noch keine Bestimmungen, wieviel von diesen Substanzen in den Kunstlikören vorhanden sein dürfen, welche aus Kartoffelbranntwein und diesen Branntweinschärfen entweder fabrikmäßig oder im Kneipenbetrieb zusammengemischt werden. Die Branntweinschärfen (siehe Tabellen 5 u. 6) entstammen teilweise den Kämpfern, andere den Terpenen, den ätherischen Ölen; von Harzen, kommt nur das Kawaharz in Betracht, beliebt unter den Eingeborenen der australischen Inseln.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1913

Authors and Affiliations

  • Georg Mayer
    • 1
    • 2
  1. 1.K. B. Militärärztlichen AkademieDeutschland
  2. 2.K. B. KriegsakademieMünchenDeutschland

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