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Zusammenfassung

Seit einigen Jahren werden unter verschiedenen Phantasienamen Seefisch„Konserven“ im großen in den Handel gebracht. Die Bezeichnung „Konserve“ ist für diese Waren nicht zutreffend: Die Seefische werden in Stücke wie zu Fischkotelett geteilt und dann mit Fett und Mehl geschmort; die fertige Ware wird in Kisten, die mit Pergamentpapier ausgelegt sind, versandt. Wenn die Fische frisch gefangen sind, und zwar in der kalten Jahreszeit, wenn sie sofort nach der Auktion in reinlichster Weise verarbeitet, sofort nach Zubereitung in sauberster Art verpackt und verschickt werden, von dem Zwischenhändler wiederum sofort verkauft, vom Käufer alsbald verzehrt werden, so sind in der kalten Jahreszeit Bedenken gegen das billige, bekömmliche Nahrungsmittel nicht zu erheben. Wird aber gegen obige Punkte gefehlt, so werden Einzel- und Massenerkrankungen entstehen können, heftige Durchfälle, wie z. B. in einem Truppenteil Münchens (s. S. 46). Beaufsichtigung aller Betriebe, welche diese „Konserve“ herstellen und verkaufen, und zwar Beaufsichtigung durch den zuständigen Amtsarzt, erscheint unumgänglich. Auch die „Fischwurst“ gehört hierher.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1913

Authors and Affiliations

  • Georg Mayer
    • 1
    • 2
  1. 1.K. B. Militärärztlichen AkademieDeutschland
  2. 2.K. B. KriegsakademieMünchenDeutschland

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