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Zusammenfassung

Auf eine Fleischware, deren Genuß sich seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts leider immer mehr verbreitet, namentlich im Volksstamm der Sachsen, dann neuerlich der Polen und der Franken, muß wegen seiner vielfachen Gesundheitsschädlichkeit einerseits und wegen der Häufigkeit des Gebrauches von chemischen Zusätzen andererseits besonders hingewiesen werden: Auf das Hackfleisch. Ist schon die Zusammensetzung der Würste, wie wir noch sehen werden, oft sehr fragwürdig, so noch mehr die des Hackfleisches, in welches nur allzu häufig Reste und Abfälle von Fleischwaren hineingearbeitet werden, die sonst nicht mehr verwertbar sind. Und nun wird diesem Hackfleisch schwefligsaures Salz zugesetzt und dadurch grau und unansehnlich gewordenem Fleisch die frische rote Farbe wieder verliehen. Würde das Hackfleisch gekocht oder gebraten, z. B. als Hackbraten gegessen, so wäre die Gefahr der bakteriellen Infektion durch seinen Genuß nicht so groß, da beim Kochen und Braten, wobei immerhin auch im Inneren größerer Fleischmassen Temperaturen von 70 bis 80° Cerreicht werden, die uns bekannten Fleischvergiftungsbakterien abgetötet und die im Hackfleisch gebildeten Gifte wenigstens abgeschwächt würden. Das Hackfleisch wird aber roh gegessen mit besonderer Vorliebe und daher die vielen Fleischvergiftungen durch Hackfleisch, wie wir noch zu besprechen haben.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1913

Authors and Affiliations

  • Georg Mayer
    • 1
    • 2
  1. 1.K. B. Militärärztlichen AkademieDeutschland
  2. 2.K. B. KriegsakademieMünchenDeutschland

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