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Zusammenfassung

1876 hielt Bollingerim Deutschen Verein für öffentliche Gesundheitspflege seinen berühmt gewordenen Vortrag über die Fleischvergiftungen, in dem er besonders darauf hinwies, daß die eitrigen Erkrankungen der Schlachttiere, die Septikämie und Pyämie, für das allgemeine Volkswohl viel wichtiger seien als Milzbrand und Rotz. Seitdem ist in diesem Verein das Gebiet der Nahrungsmittelhygiene in neun Referaten behandelt worden: 1891 sprach Hofmannüber Kühlräume für Fleisch und andere Nahrungsmittel, 1893 Lydtinüber die Verwendung des wegen seines Aussehens oder in gesundheitlicher Hinsicht zu beanstandenden Fleisches, einschließlich der Kadaver kranker, getöteter oder gefallener Tiere. Er verlangte die Errichtung von Freibänken für minderwertiges Fleisch unter behördlicher Aufsicht; er verlangte die tierärztliche Besichtigung bei allen Notschlachtungen, wenn das Tier mit einer infektiösen Krankheit behaftet oder derselben verdächtig war, oder wenn das Fleisch in rohem Zustand in den Verkehr gebracht, oder auch zubereitet als Speisefleisch abgegeben werden soll. 1897 behandelten Rümelin und Beckurts die Nahrungsmittelfälschung und ihre Bekämpfung. 1899 folgte dann der so wichtige Bericht von Heim über das Bedürfnis größerer Sauberkeit im Kleinvertrieb von Nahrungsmitteln.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1913

Authors and Affiliations

  • Georg Mayer
    • 1
    • 2
  1. 1.K. B. Militärärztlichen AkademieDeutschland
  2. 2.K. B. KriegsakademieMünchenDeutschland

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