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Ein Groß-Klimaprojekt im Sudan

  • Hermann Flohn
Chapter
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Part of the Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AFLNW, volume 115)

Zusammenfassung

In den letzten Jahren sind verschiedentlich Großprojekte zur Klimaverbesserung aufgetaucht, ohne daß über die möglichen klimatischen Auswirkungen konkrete Unterlagen zur Verfügung standen. Von diesen Großprojekten seien einige kurz erwähnt:
  1. 1.

    Der russische Ingenieur Davydow entwickelte den Plan [vgl. 32], die sibirischen Riesenströme Jenissei und Ob mit einer Wassermenge von je etwa 10 000 m3/s — gesamter Abfluß nach Wundt [75] 17 400 bzw. 11 400 m3s — zu einem „Sibirischen Meer“ von rund 250 000 km2 Fläche aufzustauen und den Überschuß durch die Turgai-Senke zu Bewässerungszwecken in das Becken des Aralsees und des Kaspi-Sees abzulenken. Dieses Projekt erscheint jedenfalls im Prinzip realisierbar und keinesfalls utopisch. Die damit erreichte Zunahme von V im mittelasiatischen Trockengebiet könnte in der Umgebung (in Abhängigkeit von dem Wasserdampftransport durch die vorherrschenden Winde), vor allem in den randlichen Gebirgen, sogar eine geringe Zunahme der konvektiven Frühsommerregen hervorrufen. Hiehle [32] dürfte die klimatischen Auswirkungen wohl etwas zu optimistisch beurteilen, aber eine im ganzen positive Klimaverbesserung in Zentralasien erscheint nicht ausgeschlossen. Die regionale Klimawirkung des „Sibirischen Meeres“ auf die Temperatur darf jedoch keinesfalls überschätzt werden; sie läßt sich quantitativ abschätzen mit der gleichen Methode, die A. Defant in seiner wichtigen, leider nur wenig bekannten Untersuchung über die Klimawirkung des Baikal-Sees [15] angewandt hat.

     

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1963

Authors and Affiliations

  • Hermann Flohn

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