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Schwankungen im Wärmehaushalt

  • Hermann Flohn
Chapter
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Part of the Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AFLNW, volume 115)

Zusammenfassung

In der Gleichung der Wärmebilanz spielt das Verhältnis zwischen UL und UV die entscheidende Rolle. Die wirkliche Verdunstung UV ist zweifellos in hohem Maße von künstlichen Eingriffen abhängig; leider wissen wir über das tatsächliche Ausmaß der örtlich-zeitlichen Schwankungen der Verdunstung viel zu wenig. Einen Hinweis geben die aus Vergleichsmessungen in Schleswig-Holstein gewonnenen Verdunstungskennzahlen von Frankenberger [27]; sie bezeichnen den Unterschied der Verdunstung gegenüber der einer wasserbedeckten Oberfläche — die wir = 1,00 setzen — an sommerlichen Regentagen: hoher grüner Hafer 1,10, hoher grüner Roggen 0,85, Wiesengras 0,79, gepflügter Acker 0,78, Stoppelfeld 0,67, reifer Roggen 0,66; im Vergleich hierzu Lärche 0,87, Eiche, Buche 0,70–0,72, Kiefer 0,44, Eiche im Winter 0,16. Auch wenn diese Kennzahlen sicher nicht auf andere Klimabereiche übertragen werden dürfen, zeigen sie doch die Abhängigkeit der Verdunstung von landwirtschaftlichen Kulturmaßnahmen in unserem Klimagebiet. Daß in den Subtropen und Tropen gut bewässerte Felder ebensoviel oder mehr verdunsten als eine offene Wasserfläche, ist schon öfters hervorgehoben worden, obwohl einwandfreie Vergleiche kaum bekannt sind; sicher gilt dies für die schon von schwachem Wind bewegten tropischen Papyrussümpfe.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1963

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  • Hermann Flohn

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