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Problemstellung

  • Hermann Flohn
Chapter
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Part of the Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AFLNW, volume 115)

Zusammenfassung

Um die Wende des Jahrhunderts waren einige der bedeutendsten Meteorologen der Zeit bemüht, die Existenz rezenter Schwankungen des Klimas überhaupt in Frage zu stellen: Klima, das war damals eine Summe von einmalig festgelegten Größen, abhängig nur von der nach Breite, Höhe und Exposition wechselnden Einstrahlung der Sonne sowie von der Land- und Meerverteilung, der Lage zu den Gebirgen, kurz von all den z. T. nur qualitativ festlegbaren Größen, die wir als Klimafaktoren zu bezeichnen gewöhnt sind. Zwar war die Existenz von Klimaschwankungen in der geologischen Vergangenheit unbestreitbar: der Wechsel zwischen Eiszeiten und subtropisch warmen Interglazialen, das Vorkommen von tertiären Baumfloren nahe dem Nordpol, von mesozoischen Wüstenablagerungen, tropischen Baumsümpfen sowie Riffkorallen im jüngeren Paläozoikum Mitteleuropas waren unbezweifelbare Zeugen völlig abweichender Klimabedingungen der Vorzeit. Aber erst die markante Erwärmung der Zeit 1910–40, besonders im europäisch-atlantischen Sektor der Subarktis und Arktis, mit ihren weitreichenden biologischen und wirtschaftlichen Folgen [70] zeigte eindrucksvoll, daß sich auch unter unseren Augen Klimaschwankungen großen Ausmaßes abspielen.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1963

Authors and Affiliations

  • Hermann Flohn

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