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Formen und Umfang der Hilfsmaßnahmen

  • Hans-Peter Herriger
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Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 1637)

Zusammenfassung

Die Filmförderungsmaßnahmen des Bundes beruhten auf der Ansicht, daß es sich sowohl im wirtschaftlichen wie auch im künstlerischen Bereich um Strukturmängel handelt, die die Filmwirtschaft bei entsprechender Starthilfe selbst überwinden könne. Diese Starthilfe galt vor allem der Überwindung der Finanzierungsschwierigkeiten bei der Produktion durch Übernahme von Bürgschaften für einzelne Vorhaben, der Exportförderung durch die Finanzierung eines organisatorischen Apparates und der Qualitätshebung durch Prämien und Preise von teils beträchtlicher Höhe. Diese drei Schwerpunkte wurden bereits in den ersten »Hearings« des Bundestagsausschusses für Fragen der Presse, des Rundfunks und des Films im Jahre 1950 erarbeitet und durch den Beschluß des Bundestages vom 31. 3. 195070 aller zukünftigen Filmförderung zugrunde gelegt. Die Übernahme von Acusfallhiirgscharften für Kredite an die Filmproduktion durch den Bund beruht auf diesem Bundestagsbeschluß vom 31. 3. 1950. Für die erste Bürgschaftsaktion, die über 1½ Jahre bis zum Frühjahr 1953 lief, stellte der Bund 20 Mill. DM zur Verfügung. Hiervon übernahm er Bürgschaften in Höhe von 22,5 Mill. DM für einen Teil der Herstellungskosten von 82 Filmen, für die insgesamt 67 Mill. DM aufgewendet wurden. Der Bund wurde aus dieser Aktion endgültig mit 8,1 Mill. DM in Anspruch genommen71.

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Referenzen

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1966

Authors and Affiliations

  • Hans-Peter Herriger
    • 1
  1. 1.Finanzwissenschaftliches ForschungsinstitutUniversität KölnDeutschland

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