Advertisement

Das theologische Problem

Chapter
  • 11 Downloads
Part of the Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen book series (AFLNW, volume 96)

Zusammenfassung

Zum Abschluß bedarf es, wenn das zur Re-Investitur des „verlorenen“ Sohnes Gesagte nicht unvollständig bleiben soll, noch der Erörterung des eigentlichen theologischen Problems. Es stellt sich durch die Feststellungen, die wir machen konnten, zwar nicht grundsätzlich neu, aber doch in einer neuen und — wie ich meine — auch in einer präziseren Weise als bisher. Wenden wir uns also nunmehr ihm zu! Natürlich handelt es sich um die Deutung der Erzählung von dem Sinn der Handlung in ihrem Mittelpunkt aus, wie er sich uns ergeben hat.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 171.
    Der Nachweis stammt von Hugo Greßmann, Vom reichen Mann und armen Lazarus, in: Abhandlungen der preußischen Akademie der Wissenschaften, 1918, phil.-hist. Klasse, Nr. 7.Google Scholar
  2. 172.
    Vgl. Jeremias, Gleichnisse, S. 178. Es handelt sich um das sogenannte Gleichnis vom Großen Abendmahl (Luk. 14, 16ff.).Google Scholar
  3. 173.
    Der Unterschied hängt unter anderem damit zusammen, daß die Sentenz das erste Mal den Sinn des Gleichnisses vom abhanden gekommenen und wiedergefundenen Schaf (15, 4ff.), das zweite Mal den Sinn des Gleichnisses von der verlorenen und wiedergefundenen Münze (15, 8f.) feststellt.Google Scholar
  4. 174.
    Hier ist zu bedenken, daß hundert eine sogenannte runde Zahl ist, die, wenn sie so wie hier gebraucht wird, den Aspekt der ideellen Vollständigkeit bei sich hat. In diesem Sinne begegnet die Zahl gerade in rechtlichen Regelungen des Rabbinats. In ihrer Weise deutet sie auch hier an, daß ein juristischer Sachverhalt im Horizont des Erzählers liegt, mag er nun den Hirten als Treuhänder betreffen oder den „Sünder“, dem das eigentliche Interesse des Erzählers gilt.Google Scholar
  5. 175.
    Vgl. darüber die Kommentare z. St., auch Jeremias, a.a.O., S. 134.Google Scholar
  6. 176.
    Vgl. oben S. 21ff.Google Scholar
  7. 177.
    Vgl. zu andµap-co)aóç Karl Heinrich Rengstorf im Theologischen Wörterbuch zum Neuen Testament I, Stuttgart 1932, S. 320ff.Google Scholar
  8. 178.
    Das Griechische besitzt kein Wort, das dem lateinischen pietas genau entspricht. Anders steht es jedoch hinsichtlich âµapvcwaóç neben impius. Die Vulgata hat an unseren Stellen das griechische Wort mittels peccator wiedergegeben, offensichtlich wegen des sprachlichen Zusammenhangs mit peccare/peccatum. Es ist zu fragen, ob das wohlgetan war. Indes kann der damit berührte Komplex hier nicht weiter verfolgt werden.Google Scholar
  9. 179.
    Vgl. dazu oben S. 20 bzw. 54.Google Scholar
  10. 180.
    Vgl. dazu die oben in Anm. 143 zitierte Stelle aus Philo von Alexandrien, die das für den römischen Bereich ausdrücklich feststellt, offenbar im Blick auf jüdische Rechtsanschauungen und -verhältnisse.Google Scholar
  11. 181.
    Hier kommt es auf die genaue Formulierung an. Er wird also nicht wieder, der er war. Was geschehen ist, wird nicht ungeschehen gemacht; wohl aber werden seine Auswirkungen beseitigt. Dies ist das Unerwartete und Unerhörte, das der ältere Sohn nicht versteht. Nach ihm könnte der jüngere Bruder gern wieder im Hause sein, aber eben nicht so, wie er früher war, sondern anders, nämlich nicht mehr frei in seinem Wollen und Tun und insofern auch von dem zu Hause gebliebenen Bruder zu unterscheiden, ja unterschieden. Vgl. zu diesem Letzten noch das Folgende!Google Scholar
  12. 182.
    Vgl. dazu oben S. 10f.Google Scholar
  13. 183.
    Vgl. oben S. 63ff.Google Scholar
  14. 184.
    Hier liegt im übrigen der Punkt, in dem unsere Gleichniserzählung über die leichnisse vom Schaf und von der Münze hinausführt.Google Scholar
  15. 188.
    So jülicher, a. a.0., II, S. 334.Google Scholar
  16. 186.
    So Jülicher, a.a.O., II, S. 363.Google Scholar
  17. 187.
    Jeremias, a.a.O., S. 128.Google Scholar
  18. 188.
    Vgl. besonders Gal. 3, 26ff.; Röm. 8, 14ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1967

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations