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Fehlerquellen bei der Planung demoskopischer Erhebungen

  • Wolfgang Linker
Part of the Studienreihe Betrieb und Markt book series (SBM)

Zusammenfassung

Teilen wir — wie Behrens — die Entwicklung der demoskopischen Marktforschung in drei durch die Schlüsselbegriffe Originarität, Repräsentanz und psychotaktische Zweckmäßigkeit gekennzeichnete Phasen ein1), so zeigt sich, daß der methodische Fortschritt im Bereich der Marktforschung untrennbar mit der Fehleranalyse verbunden ist. Die originäre Phase begann, als man Fehler beim Bestimmen der Grundgesamtheiten erkannt hatte; die repräsentative Phase basierte auf dem Erkennen fehlerhafter Stichproben; schließlich versuchte man in der psychotaktisch-zweckmäßigen Phase, die im Rahmen der Befragungstaktik entdeckten Fehler zu beseitigen.

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Literatur

  1. 1).
    Karl Christian Behrens: Demoskopische Marktforschung, 2. Aufl., Wiesbaden 1966, S. 29 ff.Google Scholar
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    Bruno Tietz: Grundlagen der Handelsforschung, Bd. I, Zürich 1969, S. 266.Google Scholar
  4. 4).
    Vgl. Bruno Tietz: a. a. O., S. 265 ff.; William E. Denning: On Errors in Surveys, in: Marketing-Research, hrsg. von Barksdale und Weilbacher, New York 1966, S. 407 ff.; Siegfried Geiger/Wolfgang Heyn: Fehlerquellen in der Marktforschung, in: Handbuch der Marktforschung, hrsg. von Karl Christian Behrens, Wiesbaden 1972; Oskar Morgenstern: Über die Genauigkeit wirtschaftlicher Beobachtungen, Wien — Würzburg 1965, S. 11 ff.Google Scholar
  5. 5).
    Noelle weist ausdrücklich auf die Bedeutung der Vorbereitung, insbesondere auf das Formulieren von Untersuchungsproblemen und -gründen hin. (Elisabeth Noelle: Umfragen in der Massengesellschaft, Reinbek bei Hamburg 1963, S. 54.)Google Scholar
  6. 6).
    Vgl. T. Tomaszewski: Einführung in die Psychologie, Warschau 1963, S. 131 f.Google Scholar
  7. 7).
    Bei besonders hohen Ansprüchen läßt sich sogar diese Aussage nicht aufrecht erhalten, da die Ermittlung des wahren Wertes dann am philosophischen Basisproblem scheitert.Google Scholar
  8. 8).
    Geiger/Heyn (a. a. O.) bemerken dazu: „Es kommt ja nicht im mindesten darauf an, fehlerfreie Ergebnisse zu erzielen. Es kommt einzig und allein darauf an, zu fehlerfreien Entschlüssen zu kommen… “ Selbst wenn wir die Frage ausklammern, wie das eine ohne das andere möglich ist, bleibt die Notwendigkeit bestehen, daß schon im Hinblick auf ein Erkennen von Fehlerursachen zwischen Erhebungs-und Anwendungsphase zu unterscheiden ist.Google Scholar
  9. 9).
    Dabei unterstellen wir, daß das von Hempel/Oppenheim dargelegte Erklärungsschema auch bei solchen Hypothesen und Randbedingungen Gültigkeit besitzt, die als statistische, d. h. mehr oder weniger wahrscheinliche Aussagen formuliert wurden.Google Scholar
  10. 10).
    Elisabeth Noelle: a. a. O., S. 55.Google Scholar
  11. 11).
    Oskar Morgenstern: a. a. O., S. 55.Google Scholar
  12. 12).
    D. h. es wird ein Meßwert angestrebt, der um ein halbes Fehlerintervall höher bzw. niedriger liegt. Bei symmetrisch-zweiseitigen Intervallen bedeutet dies ein vorläufiges Beibehalten der bisherigen Maßnahmen.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 1972

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Linker

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